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20.11.2008 14:27

Kardiologie-Experten aus aller Welt trafen sich im Frankfurter Universitätsklinikum

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Druckdrahtmessung als Verfahren mit besserer Leistung und niedrigeren Kosten vorgestellt.

    Die Ballondilatation und die Stent-Implantation spielen eine zentrale Rolle in der Therapie der koronaren Herzerkrankung. Um diese Therapieform weiter zu optimieren, trafen sich am vergangenen Mittwoch, den 19. November 2008, internationale Experten an der Medizinischen Klinik III für Kardiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main.
    Im Mittelpunkt des Treffens stand die diagnostische Methode der intrakoronaren Druckmessung, auch Druckdrahtmessung genannt. Bei der intrakoronaren Druckmessung wird ein mikroskopisch kleiner Drucksensor in die zu behandelnden Herzkranzgefäße eingeführt und der Druckabfall hinter den einzelnen Engstellen des Koronargefäßes gemessen. "Die ermittelten Werte geben einen eindeutigen Hinweis darauf, welche individuelle Behandlung für einen Patienten notwendig ist und kann dadurch unnötige Eingriffe am Herzen vermeiden", führt Oberarzt Dr. Stephan Fichtlscherer von der Medizinischen Klinik III aus.
    In Deutschland ist diese Diagnosemethode noch wenig verbreitet. Am Frankfurter Universitätsklinikum wird sie bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreich eingesetzt. Damit zählt die Kardiologie der Universitätsklinik Frankfurt weltweit zu den Zentren mit der größten Erfahrung in dieser Methode.
    Ohne die intrakoronare Druckmessung verlassen Kardiologen sich nur auf ihre subjektive, das heißt visuelle Einschätzung der Engstellen. "Bei der Behandlung von Engstellen ist die Druckdrahtmessung eine sehr wertvolle Hilfe, weil wir uns nicht immer auf unser Auge verlassen können", erläutert Prof. Dr. Volker Schächinger, Oberarzt des Herzkatheterlabors in der Medizinischen Klinik III.
    Dabei verbessert die Methode der Druckdrahtmessung nicht nur die Sicherheit und die Ergebnisse der Behandlung, sondern reduziert auch deren Kosten, wie die kürzlich auf einem internationalen kardiologischen Kongress in Washington vorgestellte Studie Fame (Fractional Flow Reserve versus Angiography for Guiding PCI in Patients with Multivessel Coronary Artery Disease) ergeben hat.
    Prof. Dr. Andreas Zeiher, Direktor der Medizinischen Klinik III, resümiert: "Bei Einführung der intrakoronaren Druckmessung im Jahr 1998 standen für uns die Behandlungsqualität und die Patientensicherheit im Vordergrund. Unsere Investitionsbereitschaft in modernste Verfahren zahlt sich somit für unsere Patienten aus. Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen uns in unserer Vorgehensweise."
    Beim Treffen am Mittwoch diskutierten die internationalen Kardiologie-Experten, wie man die eindrucksvollen Daten der Fame-Studie, insbesondere vor dem Hintergrund der fehlenden Finanzierung durch die Kostenträger, im klinischen Alltag umsetzen kann.

    Frankfurt am Main, 20. November 2008

    Für weitere Informationen:

    Dr. Stephan Fichtlscherer
    Medizinische Klinik III: Kardiologie
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt a.M.
    Fon: (0 69) 63 01 - 72 56
    Fax: (0 69) 63 01 - 877 56
    E-Mail: fichtlscherer@uni-frankfurt.de
    Internet: www.kardiologie-uni-frankfurt.de

    Ricarda Wessinghage
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt a.M.
    Fon: (0 69) 63 01 - 77 64
    Fax: (0 69) 63 01 - 8 32 22
    E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de
    Internet: www.kgu.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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