204.000 Euro vom Bundesforschungsministerium für neues Forschungsprojekt an der Universität Erfurt
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Prof. Dr. Ernst Hany vom Fachgebiet Psychologie der Universität Erfurt einen Betrag von 204.000 Euro für die Entwicklung von Tests und Fragebögen zur geschlechtergerechten Studien- und Berufsberatung bewilligt. Das Vorhaben wird im Themenschwerpunkt "Frauen an die Spitze" im Rahmen des Förderbereichs "Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung" finanziert. Prof. Hany und seine Mitarbeiterinnen wollen durch geschickte Gestaltung von Messverfahren für die Erfassung beruflicher Interessen und Selbsteinschätzungen dafür sorgen, dass die Studien- und Berufsberatung deutlicher als bisher die wirklichen Interessen und Fähigkeiten junger Frauen und Männer berücksichtigt. Üblicherweise zeigt sich bei solchen Tests, dass sich Jungen sehr für Technik und Wissenschaft, Mädchen hingegen für soziale und künstlerische Arbeitsfelder interessieren. Prof. Hany vermutet, dass bei solchen einseitigen Selbsteinschätzungen vor allem die gängigen gesellschaftlichen Vorstellungen von dem, was Frauen und Männer angeblich können, zum Vorschein kommen. "Wenn es gelingt, diese Bilder, die wir alle im Kopf haben, bei der Bearbeitung solcher Fragebögen auszuschalten, müssten die wirklichen Interessen und Fähigkeiten zutage treten", so Hany. Dies würde dann auch die Empfehlungen der Studien- und Berufsberatung verändern. Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt, so dass die beiden Projektmitarbeiterinnen auch Gelegenheit zur Promotion haben werden.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

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