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28.11.2008 11:25

Start für eine der größten Absolventenbefragungen

Ingrid Hildebrand Abt. Kommunikation und Internationales
Universität Kassel

    Erwartet werden aus dieser Untersuchung nicht nur Ergebnisse, die allgemein für die Hochschulforschung verwendet werden, sondern jede einzelne Hochschule kann - sogar aufgeteilt nach Studiengängen - Informationen über die Berufs- und Bildungswege ihrer Absolventen und so entscheidende Hinweise auf Verbesserungen der Studienangebote erhalten.

    Kassel. 86.000 Absolventen deutscher Hochschulen bekommen in diesen Tagen Post von ihren früheren Hochschulen. Schriftlich oder online werden sie gebeten, Auskunft über ihren beruflichen Weg nach dem Hochschulabschluss zu geben. Damit hat eine der größten Absolventenbefragungen begonnen, die jemals in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurde. Beteiligt sind 47 Hochschulen mit allen ihren ehemaligen Studierenden, die im Prüfungsjahr 2007, also zwischen dem 1. Oktober 2006 und dem 30. September 2007 einen Abschluss erworben haben. Das ist fast ein Drittel aller Absolventen, die in dem Jahr in Deutschland eine Hochschule verlassen haben. Erwartet werden aus dieser Untersuchung nicht nur Ergebnisse, die allgemein für die Hochschulforschung verwendet werden, sondern jede einzelne Hochschule kann - sogar aufgeteilt nach Studiengängen - Informationen über die Berufs- und Bildungswege ihrer Absolventen und so entscheidende Hinweise auf Verbesserungen der Studienangebote erhalten.

    "Schatz" für die wissenschaftliche Analyse:
    Entwickelt wurde eine solche differenzierende Befragungs- und Auswertungsmethode vom Internationalen Zentrum für Hochschulforschung an der Universität Kassel (INCHER). Der umfangreiche Fragebogen, den die Absolventen beantworten sollen, enthält sowohl Fragen, die für alle Hochschulen gleich sind, als auch Fragen, die die Besonderheiten der einzelnen Hochschulen und Studiengänge zur Geltung bringen. Die Summe der gewonnenen Daten aller Hochschulen werden von den Kasseler Forschern als "Schatz" für die wissenschaftliche Analyse eingeschätzt. "Diese gemeinsame Absolventenstudie vereint erstmals eine bundesweite Vergleichbarkeit mit gleichzeitiger Berücksichtigung hochschulspezifischer Gegebenheiten der 47 teilnehmenden Hochschulen. Damit gehen wir über bereits bestehende Studien weit hinaus", sagt Harald Schomburg, Projektleiter am INCHER-Kassel. Von jeder Hochschule wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum ein individueller Fragebogen entwickelt, der seinen Schwerpunkt in Fragen zum beruflichen Weg der Absolventinnen und Absolventen nach dem Examen hat, aber die Absolventinnen und Absolventen auch um eine rückblickende Beurteilung ihres Studiums bittet.

    Die Forscherinnen und Forscher des INCHER erwarten, dass sich insgesamt ca. 40.000 Hochschulabsolventen an der Befragung beteiligen werden. Ihre Erwartungen einer so hohen Beteiligung, die bislang in Absolventenbefragungen nur sehr selten erreicht wurde, gründet sich auf die Erfahrungen einer Vorstudie des INCHER im Wintersemester 2007/2008, an der neun Hochschulen beteiligt waren.

    Die Befragung wird voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Es ist von den meisten im Projekt beteiligten Hochschulen vorgesehen, zukünftig regelmäßig solche Befragungen ihrer Absolventinnen und Absolventen durchzuführen.

    Die Entwicklung des Studiendesigns und die Auswertung der bundesweiten Daten werden vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gefördert.

    jb
    2.975 Zeichen

    Info
    Universität Kassel
    INCHER-Kassel
    Harald Schomburg
    tel: (0561) 804 2422
    e-mail: schomburg@incher.uni-kassel.de
    internet: http://www.uni-kassel.de/incher/absolventen/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsergebnisse, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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