idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
03.12.2008 15:38

"Soziale Dimension": Bologna-Staaten müssen ihre Aktionspläne abstimmen

Stefan Grob Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Studentenwerk

    Die deutschen Studentenwerke fordern die 46 Bologna-Staaten auf, ihre jeweiligen nationalen Aktionspläne für die "soziale Dimension" aufeinander abzustimmen, zügig umzusetzen und auch zu evaluieren.

    Darauf verständigten sich die 58 Studentenwerke auf ihrer Jahresversammlung unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks (DSW) gestern und heute in Berlin. Auf der Bologna-Nachfolgekonferenz im April kommenden Jahres im belgischen Löwen werden die 46 Staaten ihre nationalen Aktionspläne zur "sozialen Dimension" präsentieren. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat erklärte dazu: "Damit der europäische Hochschulraum auch für Studierende aus einkommensschwächeren Familien Wirklichkeit wird und alle 20 Millionen Studierenden mobil sein können, müssen die 'Student Services' der Studentenwerke oder ähnlichen Organisationen gestärkt werden. Wir brauchen im Interesse der Studierenden ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen aller 46 Staaten; Einzelgänge bringen nichts."

    Dobischat nannte Chancengleichheit und soziale Durchlässigkeit "Kernelemente" des künftigen europäischen Hochschulraums. "Die jüngste europäische Vergleichsstudie 'EUROSTUDENT III' zeigt, beschämender Weise gerade für Deutschland, dass die Hochschulsysteme vieler Länder sozial stark selektiv sind. Die einzelnen nationalen Aktionspläne müssen hier ansetzen und über eine solide Studienfinanzierung und Beratungsangebote für die Studierenden gegensteuern. Das macht aber nur Sinn, wenn alle Länder an einem Strang ziehen."

    Die 'Student Services', so Dobischat weiter, seien Garanten für einen sozial offenen europäischen Hochschulraum, der damit auch gegenüber anderen Bildungsregionen im globalen Wettbewerb trumpfen könne. Umso wichtiger sei es, dass die für die 'Student Services' verantwortlichen Organisationen, wie etwa in Deutschland und Frankreich die Studentenwerke, offiziell in den Bologna-Prozess eingebunden würden. "Der 'European Council for Student Affairs' sollte als europäischer Studentenwerks-Dachverband endlich am Bologna-Prozess teilhaben und seine Expertise zum Wohle der Studierenden einbringen können", forderte Dobischat.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).