Die deutschen Studentenwerke fordern die 46 Bologna-Staaten auf, ihre jeweiligen nationalen Aktionspläne für die "soziale Dimension" aufeinander abzustimmen, zügig umzusetzen und auch zu evaluieren.
Darauf verständigten sich die 58 Studentenwerke auf ihrer Jahresversammlung unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks (DSW) gestern und heute in Berlin. Auf der Bologna-Nachfolgekonferenz im April kommenden Jahres im belgischen Löwen werden die 46 Staaten ihre nationalen Aktionspläne zur "sozialen Dimension" präsentieren. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat erklärte dazu: "Damit der europäische Hochschulraum auch für Studierende aus einkommensschwächeren Familien Wirklichkeit wird und alle 20 Millionen Studierenden mobil sein können, müssen die 'Student Services' der Studentenwerke oder ähnlichen Organisationen gestärkt werden. Wir brauchen im Interesse der Studierenden ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen aller 46 Staaten; Einzelgänge bringen nichts."
Dobischat nannte Chancengleichheit und soziale Durchlässigkeit "Kernelemente" des künftigen europäischen Hochschulraums. "Die jüngste europäische Vergleichsstudie 'EUROSTUDENT III' zeigt, beschämender Weise gerade für Deutschland, dass die Hochschulsysteme vieler Länder sozial stark selektiv sind. Die einzelnen nationalen Aktionspläne müssen hier ansetzen und über eine solide Studienfinanzierung und Beratungsangebote für die Studierenden gegensteuern. Das macht aber nur Sinn, wenn alle Länder an einem Strang ziehen."
Die 'Student Services', so Dobischat weiter, seien Garanten für einen sozial offenen europäischen Hochschulraum, der damit auch gegenüber anderen Bildungsregionen im globalen Wettbewerb trumpfen könne. Umso wichtiger sei es, dass die für die 'Student Services' verantwortlichen Organisationen, wie etwa in Deutschland und Frankreich die Studentenwerke, offiziell in den Bologna-Prozess eingebunden würden. "Der 'European Council for Student Affairs' sollte als europäischer Studentenwerks-Dachverband endlich am Bologna-Prozess teilhaben und seine Expertise zum Wohle der Studierenden einbringen können", forderte Dobischat.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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