Die Bundesregierung beruft drei Leibniz-Wissenschaftler in ihren Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU). Neu im Beirat ist Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. Die Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber und Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf aus Potsdam wurden erneut berufen.
Mit Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, dem Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, hat die Bundesregierung ihrem Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) ein neues Gesicht hinzugefügt. Leinfelder wird im Beirat die Expertise des Berliner Naturkundemuseums insbesondere zur Biologischen Vielfalt (Biodiversität) und ihren Veränderungen einbringen. Darüber hinaus sieht Leinfelder seine Aufgabe darin, bei Themen wie dem Zusammenhang zwischen Klimawandel, Veränderung der biologischen Vielfalt und menschlicher Land- und Meeresnutzung mitzuarbeiten.
"Es ist natürlich eine große Ehre, Mitglied des WBGU zu werden", sagt Reinhold Leinfelder. "Es freut mich insbesondere, dass die Bundesregierung damit die hohe Bedeutung der Forschung zur Biodiversität im Rahmen des Themas Globale Umweltveränderungen anerkennt." Sehr erfreulich ist für Leinfelder auch der interdisziplinäre Ansatz im Wissenschaftlichen Beirat, der durch die verschiedenen Fachrichtungen in diesem Gremium gewährleistet ist. "Nur so kann eine verlässliche und fundierte Beratung der Bundesregierung gelingen."
Derzeit ist das Museum für Naturkunde ein Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Am 1. Januar 2009 wechselt das Museum für Naturkunde jedoch in die Leibniz-Gemeinschaft. Mit Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (beide Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), die dem WBGU bereits in der vorherigen Berufungsperiode angehörten, und Reinhold Leinfelder kommen dann drei der neun Mitglieder der WBGU aus Instituten der Leibniz-Gemeinschaft. "Wir sehen das durchaus als Gütesiegel für die Leibniz-Gemeinschaft, die erst kürzlich den Leibniz-Verbund Biodiversität gegründet hat", meint dazu Josef Zens, Pressesprecher der Leibniz-Gemeinschaft. Mehr als 30 Leibniz-Institute befassen sich mit verschiedenen Aspekten der Biodiversitätsforschung. "Diese Fächer übergreifende Forschungskompetenz auf einem für die Gesellschaft so zentralem Gebiet ist in Deutschland einzigartig", fügt Zens hinzu. Reinhold Leinfelder möchte aber auch weiterhin die enge Beziehung zur Humboldt-Universität nutzen, um auf deren Expertise in den Bereichen Lebenswissenschaften und Nachhaltigkeitsforschung zurückgreifen zu können.
Medien-Kontakt
Josef Zens
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10117 Berlin
Tel.: + 49 (0) 30 20 60 49-42
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Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 82 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Wissenschaft sowie acht assoziierte Mitglieder. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Institute beschäftigen rund 14.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro, wovon ca. 230 Millionen Euro aus Drittmitteln stammen.
http://www.leibniz-gemeinschaft.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Geowissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
überregional
Personalia, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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