idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
08.12.2008 09:37

Abdichtungsqualität und Funktionsfähigkeit von Injektionsmittel-Horizontalabdichtungen

Dipl.-Ing. Kerstin Baldauf Pressestelle
Hochschule Wismar, University of Technology, Business and Design

    Ein neues Prüfverfahren, mit dem der Zustand nachträglich hergestellter Injektionsmittelab-dichtungen gegen den vertikalen Wasseraufstieg auf der Basis von Materialentnahmen entweder grafisch oder per Nachweisrechnungen überprüft und quantitativ bewertet werden kann, stellte Prof. Dr. Dr. Helmuth Venzmer der Fachwelt vor. Dieses Bewertungsverfahren ist unter Mitarbeit von Partnern der TU Charkiw/Ukraine als Folge eines Europäischen und eines im Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Forschungsvorhabens entstanden.

    Der Wismarer Professor präsentierte das Verfahren im Rahmen der 19. Hanseatischen Sanierungstage. Diese fanden vom13. bis 15. November 2008 im Ostseebad Heringsdorf mit einer Beteiligung von über 200 Teilnehmern aus der Baupraxis statt.

    Hintergrund dieses Verfahrens sind Schädigungen aufgehender Mauerwerke durch den Einfluss aufsteigender Feuchtigkeit. Zum nachträglichen Schutz werden vielfach Injektionsmittel eingesetzt, die die Funktion zu erfüllen haben, innerhalb einer sehr begrenzten Abdichtungsebene das Wasseraufnahmevermögen von Mauerwerken (Ziegel und Fugenmörtel) von "stark saugend" auf "wasserabweisend" zu reduzieren. Es soll damit eine undurchlässige Abdichtungsebene geschaffen werden. Dies kann einerseits wegen der baulichen Gegebenheiten und andererseits wegen unzureichender Sanierungsdurchführungen nicht immer vollkommen gelingen und ist daher vielfach Ausgangspunkt für erhebliche Meinungsunterschiede. Diese kommen auch dadurch zustande, dass es bislang keine verbindlichen Regelungen dafür gab, wie eine notwendige Prüfung vorgenommen werden sollte. Die Auffassungen der Beteiligten gingen dabei weit auseinander. Jeder kam bei der Beurteilung zu anderen Ergebnissen und Schlussfolgerungen.

    Der neue Lösungsvorschlag ist aus den Forschungsvorhaben gemeinsam mit verschiedenen Herstellern aus der Baustoffindustrie und mehr als zehn Praxispartnern aus dem Bautenschutzgewerbe hervorgegangen. Es wurde erfolgreich an verschiedenen Probeflächen des Thormann-Speichers in der Hansestadt Wismar angewendet und soll nun im Rahmen einer Arbeitsgruppe zum Standard im Rahmen eines ingenieurtechnischen Merkblatts erhoben werden.

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Dr. Helmuth Venzmer, Tel.: (03841) 753-231 bzw. E-Mail: helmuth.venzmer@hs-wismar.de. Weiter Informationen zum Thema sind außerdem auf folgender Website zu finden: www.altbausanierung-info.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).