Deutsche Wissenschaftler beabsichtigen Verbund für Riffforschung zu bilden
Gemeinsame Erklärung zum Riffschutz verabschiedet
Führende deutsche Meereswissenschaftler und Vertreter von Umwelt- und Tauchsportverbänden sowie der Wirtschaft streben die Gründung eines Verbundes an, um eine engere Vernetzung deutscher Aktivitäten zur Riffforschung und zum Riffschutz auch über das Jahr 2008 hinaus zu erreichen. Dies ist das wichtigste Ergebnis der Abschlusskonferenz zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 (International Year of the Reef - IYOR), die am 9. Dezember im Museum für Naturkunde Berlin stattfand. Der Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin und international bekannte Riffforscher Reinhold Leinfelder erklärte sich bereit, die Koordination mit seinem Team zu übernehmen. "Wir müssen die großen Themen wie Biodiversität und Riffe ganzheitlich angehen, aber die Herausforderung wird es sein, die Einzelaktivitäten der Forschung in Zeiten des globalen Wandels interdisziplinär zu vernetzen und in der Öffentlichkeit publik zu machen", so Leinfelder, "denn nur was man kennt, kann man schützen. Die immense Bedeutung der Riffe für Fischfang, Medizin, Küstenschutz und Tourismus zeigt, dass deren Schutz in unser aller Verantwortung liegt."
Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium forderte auf der gleichen Veranstaltung: "Die Schutzwürdigkeit der Korallenriffe muss allgemein anerkannt und ihre nachhaltige Nutzung gefördert werden".
Die Mitglieder des Beirates, des Koordinationsteams und der Experten von IYOR Deutschland, sowie Vertreter der Wirtschaft, von Umweltgruppen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit fordern in einer gemeinsamen Erklärung Regierungen, die Wirtschaft und die Bevölkerung zu verstärkten Anstrengungen beim Riffschutz und insbesondere beim Klimaschutz auf. Alle Unterzeichner stimmen darin überein, dass auch Deutschland - obwohl fern der Riffe - mitverantwortlich für den weltweiten Niedergang der Riffe ist und wichtige Beiträge dazu leisten kann, die Korallenriffkrise zu bremsen.
Die Erwärmung und die Ansäuerung der Ozeane durch Treibhausgase, insbesondere Kohlendioxid, bedrohen Korallenriffe in drastischer Weise.
Die Konsequenzen der globalen Klimaveränderung sind aber kaum auf direktem Wege zu bekämpfen. Höchste Priorität muss dem Zustandekommen, der Verbesserung und der rigorosen legislativen Umsetzung von internationalen Klimaschutzvereinbarungen eingeräumt werden. Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe von individuellen Maßnahmen, welche die Emission von CO2 wirksam reduzieren. Verhaltensänderungen jedes einzelnen können dazu beitragen, Riffe langfristig zu retten.
Weitere Informationen und den vollständigen Text der Erklärung unter www.iyor2008.de
Weitere Informationen und Kontakt:
www.iyor2008.de info@iyor2008.de
Prof. Dr. Reinhold Leinfelder (verantwortlich) reinhold.leinfelder@iyor2008.de
Dr. Georg Heiss (IYOR-Projektmanagement) georg.heiss@iyor2008.de
Dr. Gesine Steiner (Pressestelle) gesine.steiner@museum.hu-berlin.de
Invalidenstr. 43, 10115 Berlin, Germany
Tel 030-2093-9098 Fax 030-484981805 Fax 030-2093 8914
Begleitbuch zum Internationalen Jahr des Riffes:
"abgetaucht"
224 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Konradin Verlag, für 14,90 Euro im Museumsshop, im Buchhandel und bei der Abschlusskonferenz erhältlich.
ISBN 3-920560-23-X, Herausgegeben vom Museum für Naturkunde
Herausgeber: Reinhold Leinfelder, Georg Heiss, Uwe Moldrzyk
Fotos erhalten Sie unter Download:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Riff
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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