Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gratuliert ihrem Präsidenten Volker ter Meulen zur Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Mit dieser Auszeichnung wird Professor ter Meulen für sein unermüdliches Engagement und seinen herausragenden Einsatz in zahlreichen nationalen und internationalen Wissenschaftsgremien gewürdigt. "Professor ter Meulen hat als Leopoldina-Präsident der Akademie und der gesamten deutschen Wissenschaft international eine wichtige Stimme verliehen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan heute bei der Überreichung der Auszeichnung in Berlin. "Sein Rat ist gefragt in vielen in- und ausländischen Gremien. Mit seinem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement ist er Vorbild für viele Menschen."
Im Februar 2003 wurde Volker ter Meulen zum XXV. Präsidenten der Leopoldina gewählt, nachdem er bereits von 1999 bis 2003 als einer der vier Vizepräsidenten der Akademie fungierte. Unter seiner Leitung hat sich die Leopoldina international weit geöffnet und ist heute in zahlreichen internationalen Akademiegremien vertreten. Die wichtigsten sind EASAC (European Academies Science Advisory Council), dessen Vorsitzender Professor ter Meulen seit 2007 ist, und das Akademiengremium aus den G8+5-Ländern, das jedes Jahr im Vorfeld der Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs wissenschaftsbasierte Empfehlungen zu aktuellen Themen abgibt. Erst im vergangenen Juli wurde die Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt. Seitdem hat sie die Aufgabe, die deutschen Akademien international zu vertreten sowie die Politik und die Öffentlichkeit wissenschaftsbasiert zu beraten.
Ter Meulen erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u. a. den Max-Planck-Forschungspreis (1992), den Emil von Behring-Preis der Universität Marburg (2000) und den deutschen AIDS-Preis der Asmann-Stiftung in Düsseldorf (2002), die Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold (2003), den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst (2005) sowie die Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg (2008).
Volker ter Meulen studierte Medizin in Münster, Innsbruck, Kiel und Göttingen. Er erhielt seine virologische Ausbildung am Children's Hospital of Philadelphia, USA, und wurde nach seiner Habilitation in Göttingen und weiteren Forschungstätigkeiten in Philadelphia sowie in Berkeley, USA, im Jahr 1975 ordentlicher Professor für klinische Virologie und Immunologie an der Universität Würzburg. Den Lehrstuhl hielt er bis zu seiner Emeritierung 2003 inne.
Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung. Im Juli 2008 wurde die Leopoldina im Rahmen eines Festaktes offiziell zur Nationalen Akademie der Wissenschaften in Deutschland ernannt.
Der Leopoldina gehören zur Zeit etwa 1300 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 32 Mitglieder der Leopoldina.
http://www.leopoldina-halle.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Personalia
Deutsch

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