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15.12.2008 15:58

Zwischen Histotainment und Information: Wissenschaftliche Zwischenbilanz zum Geschichtsjournalismus

Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Eigentlich zeichnet sich Journalismus durch seinen Bezug zur Aktualität aus. Jedoch liefern mittlerweile vermehrt geschichtliche Themen Stoff für eine Vielzahl neuer Produkte und Formate in Printmedien oder dem Fernsehen. Mit diesem Phänomen befasst sich unter dem Titel "Geschichtsjournalismus - Zwischen Information und Inszenierung" vom 15. bis 16. Januar 2009 zum ersten Mal eine Tagung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Veranstalter sind die Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sowie der Studiengang Journalistik an der KU.

    Magazine und Wochenzeitungen machen mit Hitler, SED und Pharaonen auf, an den Kiosken glänzen immer neue Geschichtszeitschriften, das Fernsehen wartet mit monumentalen Großproduktionen auf und lässt experimentierfreudige Geschichtsfans in Auswandererschiffen, Gutshäusern oder Schwarzwaldhütten leben: Historische Themen sind für die Medien und den Journalismus offensichtlich höchst attraktiv. Damit wendet sich Journalismus, für den der Aktualitätsbezug konstitutiv ist, paradoxerweise dem Nicht-Aktuellen, der Vergangenheit zu. Die Vergangenheit mit ihrem großen Reservoir an spannenden, konfliktreichen und leicht zu personalisierenden Geschichten ist als Themenlieferant für den Journalismus so interessant, dass es ausreicht, Aktualitätsbezüge eher formal herzustellen - wie im Gedenktagsjournalismus - oder möglicherweise auch ganz auf solche Bezüge zu verzichten. Auf der Tagung sollen die verschiedenen Aspekte dieser neuen Journalismusform ausgelotet werden: Was ist Geschichtsjournalismus? Geht es um Informationen, Bildung oder doch eher um Unterhaltung? Welche traditionellen und neuen Formen spielen eine Rolle? Welche Strukturen haben sich entwickelt? Und darüber hinaus: Welche weiteren Formen der populären Geschichtsvermittlung sind relevant? In welchem Verhältnis stehen sie zum Geschichtsjournalismus?

    Neben zahlreichen Vorträgen zu Einzelaspekten des Themas findet am 15. Januar eine öffentliche Podiumsdiskussion unter dem Titel "Geschichtsjournalismus: Historische Aufklärung oder Histotainment?" statt, an der Joachim Käppner (Süddeutsche Zeitung), Michael Kloft (Spiegel TV), Frank Bösch (Universität Gießen), Walter Hömberg (KU) sowie Horst Pöttker (Universität Dortmund) teilnehmen werden. Die Moderation der Diskussionsrunde, die um 16.15 Uhr im Holzersaal der Eichstätter Sommerresidenz beginnt, übernimmt Jochen Kölsch (Bayerischer Rundfunk).

    Das komplette Programm der Tagung sowie Informationen zur Anmeldung finden sich unter http://www2.dgpuk.de/fg_geschichte. Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro (ermäßigt 15 Euro), Anmeldeschluss ist am 5. Januar 2009.

    Hinweis an Medienvertreter: Für Nachfragen zu dieser Tagung wenden Sie sich bitte an Privatdozent Dr. Klaus Arnold (klaus.arnold@ku-eichstaett.de).


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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