Von Menschen und Mäusen handelt die Geschichte der diesjährigen Senatspreisverleihung der Hochschule Niederrhein. Bei den Mäusen untersuchte Sabine Heider (Chemie) biotechnologisch in deren Leber eine wichtige Frage der Genexpression, bei den Menschen setzte sich zum Beispiel Katja Dittrich (Sozialwesen) mit einer Pilotstudie für die Sicherung des Kindeswohls ein. Aber auch dazwischen gab es jede Menge Innovatives, Praktisches und Nützliches. Zum Beispiel die von Anja Stieglitz (Maschinenbau) erfundene intelligente Schraube, die sagt, wenn sie festgezogen ist. So innovativ, dass sie zum Patent angemeldet wurde. Nachdem für die Preisträgerin mit Fügetechnik in Krefeld nichts mehr zu entwickeln war, promoviert sie jetzt in Aachen im Bereich Klebetechnik. Nutznießer ist die Firma Siemens Transportation Systems in Krefeld, die Waggons für die Schiene baut.
Nicht die Note ist entscheidend bei diesem Preis, sondern das "gewisse Etwas" in den Abschlussarbeiten, für die fünf weitere Absolventinnen und zwei Absolventen aller neun Fachbereiche von Rektor Hermann Ostendorf ausgezeichnet wurden - für besondere Originalität oder Kreativität, Praxisbezug und Forschungsgehalt.
Bei Julia Joswig und Nina Wolke (Design) liegt das "gewisse Etwas" in der Neupositionierung der Bundeswehr als "militärischer Hilfsorganisation", Tobias Hammer (Informatik) programmierte die Steuerung für einen Quadrokopter - ein Fluggerät mit vier Rotoren - , Isabel Mayr (Oecotrophologie) ermittelte mit einem Sensewear-Armband den Energieumsatz bei Männern und Frauen, Barbara Brzoza (Textil- und Bekleidungstechnik) verglich Verarbeitungsprozesse im gehobenen Anzugsegment bei Hugo Boss und bereitete damit die Einführung neuer Produktlinien vor, Christian Gottschalk (Wirtschaftswissenschaften) analysierte die Bedeutung der "Kreativen Klasse" am Mittleren Niederrhein und Alicja Müller (Wirtschaftsingenieurwesen) machte sich um die hygienische Aufbereitung medizinischer Instrumente verdient.
Damit sie auch weiterhin den Überblick behalten, bekamen die Preisträger von der Hochschule den Bildband "Die Erde von oben" sowie einen Luxus-Füllfederhalter. Vor den Mitgliedern des Senats und weiteren Gästen stellten sie im Dialog mit dem Rektor ihre Abschlussarbeiten vor.
Tüchtige Studentinnen und Studenten: Den Senatspreis gab's vom Rektor für Kreativität und Innovation
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
regional
Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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