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26.01.2001 13:15

Lebenslanges Lernen: Die Zukunft der Weiterbildung

Ole Lünnemann Referat Hochschulkommunikation
Universität Dortmund

    Weiterbildung - Neue Herausforderungen für die Universitäten.
    Dies ist der Titel eines Referates, das Dr. Jörg Teichert, Leiter des Zentrums für Weiterbildung an der Universität Dortmund im Rahmen der 4. Dortmunder Forschungstage hält. In dem Vortrag geht es um die Zukunft der berufsbezogenen wissenschaftlichen Weiterbildung und um die eng damit zusammenhängende Frage, wie die Universitäten mit den Herausforderungen der modernen Informations- und Kommunikationssysteme sowie des sich globalisierenden Bildungsmarktes umgehen werden.

    Vor dem Hintergrund der allgemein anerkannten Notwendigkeit lebenslangen Lernens eröffnen gerade die Möglichkeiten der neuen Medien neue Dimensionen der weltweiten Verbreitung und Nutzung des vorhandenen Wissens. Das netz- bzw. technologiebasierte Lernen stößt bereits heute auf großes Interesse und hat das Potential, grundsätzliche Veränderungen des berufsbezogenen Lernens herbeizuführen. Hierauf muß sich das Bildungssystem in allen seinen Stufen einstellen, die digitale Revolution verändert auch Erwerb und Austausch von Wissen.
    Angesichts der Gründung internationaler Konsortien, Corporate Universities, neuer Netzwerke und vor allem auch virtueller Universitäten ist offensichtlich, dass vieles in Bewegung ist und Herausforderungen an die etablierten Bildungseinrichtungen gestellt werden.
    In den angloamerikanischen Ländern gibt es bislang mehr Ansätze, Bildung als Handelsgut zu betrachten und das Bildungsgeschehen (auch) unter der Perspektive des Marktes zu sehen. Dies umfasst auch die Gesetze von Angebot und Nachfrage. Private Anbieter werden eine zunehmend wichtige Rolle spielen und auch die Hochschulen vermehrt zu unternehmerischem Denken veranlassen.
    Was kann dies für die universitäre Weiterbildung deutscher Universitäten bedeuten? Es wird zum einen eine Expansion bei den herkömmlichen Angeboten geben, mehr weiterbildende Studiengänge, die berufsbegleitend durchgeführt werden, mehr Angebote im Kurzzeitbereich. Ergänzend aber wird es vor allem mehr Angebote rein virtuellen Zuschnitts oder aber in der Kombination von Präsenzphasen und virtuellen Lerneinheiten in einem Bildungsmarkt geben, der in einem womöglich sehr weitgehenden Maß 'entstaatlicht' sein wird.
    Die Entwicklung von fernlerntauglicher Software, Lerninhalten und Dienstleistungen, einem Markt von geschätzten zwei Milliarden US-Dollar im Jahr 2000, erfolgt bislang zu ca. 80% in den USA, so daß ein gesamteuropäisches Defizit in diesem Bereich besteht. Sicherlich wird es auch hier verstärkte Aktivitäten zur Erstellung und Nutzung dieser Angebote geben.
    Auch die Vision 2005 des "Expertenkreis Hochschulentwicklung durch neue Medien" wird in dem Vortrag vorgestellt.

    Weitere Informationen:
    Dr. Jörg Teichert, Tel. (0231) 755-2147


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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