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06.01.2009 12:52

Warum sterben Reetdächer? Greifswalder Forscher haben Antworten gefunden

Jan Meßerschmidt Presse- und Informationsstelle
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Seit ca. zehn bis 15 Jahren tritt verstärkt das Phänomen auf, dass neueingedeckte Reetdächer nicht mehr die in der Vergangenheit beobachtete Lebensdauer von ca. 30 bis 50 Jahren erreichen. Sie verrotten teilweise bereits innerhalb weniger Jahre. Greifswalder Wissenschaftler haben in einem wissenschaftlichen Projekt herausgefunden, welche Ursachen dem Zerstörungsprozess von Reetdächern zugrunde liegen. Die Ergebnisse der Studie stellen die Fachleute zusammen mit Dachdeckern während eines Pressegesprächs vor.

    Pressegespräch zur Studie Reetdächer
    Universität Greifswald
    12. Januar 2009, 10.00 Uhr
    Sitzungsraum der Fachrichtung Biologie Jahnstr 15 a, Raum 210

    Mit Reet gedeckte Hausdächer sind in Norddeutschland sowie in angrenzenden Staaten Nord- und Westeuropas ein prägender Bestandteil der Kulturlandschaft. Eine Bedrohung des Bestandes der Reetdächer durch fortschreitende Zerstörung des Reets stellt auch ein ernsthaftes Problem für den Fortbestand des Reetdachdecker-Handwerks dar.

    Die Ursachen des Reetdachsterbens konnten trotz intensiver Untersuchungen bisher nicht abschließend geklärt werden. Es wurde vermutet, dass bestimmte Mikroorganismen das Reet zerstören. Diese Beobachtungen waren bisher nicht durch Experimente abgesichert.
    Das Greifswalder Projekt hatte deshalb zum Ziel, für den Rotteprozess der Reetdächer verantwortliche Mikroorganismen zu isolieren und zu charakterisieren, um aus den dabei erhaltenen Kenntnissen Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von betroffenen Reetdächern entwickeln zu können.
    Dabei konnten eine Gruppe von Hauptverursachern ausgemacht und einige wesentliche Umstände, unter denen sie die Dächer zerstören, ermittelt werden.

    Gesprächspartner:
    Prof. Dr. Frieder Schauer
    Prof. Dr. Ulrike Lindequist
    Prof. Dr. em. Hanns Kreisel
    Dr. Klaus Hofmann
    Vertreter der Dachdeckerinnung MV

    Ansprechpartner für Rückfragen:
    Prof. Dr. Frieder Schauer
    Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
    Institut für Mikrobiologie, Abteilung für Angewandte Mikrobiologie
    Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15a, 17489 Greifswald
    Telefon 0 3834 86-4204
    Telefax 03834 86-4202
    schauer@uni-greifswald.de

    ---
    Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
    Presse- und Informationsstelle
    Domstraße 11, 17487 Greifswald
    Telefon 03834 86-1150
    Telefax 03834 86-1151
    pressestelle@uni-greifswald.de
    www.uni-greifswald.de


    Weitere Informationen:

    http://www.liv-dach.de/index1.html - Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern
    http://www.mikrobiologie.uni-greifswald.de/index.php?id=34 - Angewandte Mikrobiologie an der Universität Greifswald, Institut für Marine Biotechnologie e.V.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Biologie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Pressetermine
    Deutsch


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