Stuttgart, 14. Januar 2009 - Die Gäste des 3. Berliner Wissenschaftsgesprächs der Robert Bosch Stiftung, das im Dezember 2008 das Thema "Frauen in der Wissenschaft" aufgriff, haben gemeinsam einen "Aufruf" verfasst. Darin fordern die Gesprächsteilnehmer, zu denen u.a. Jutta Limbach, ehem. Präsidentin des Goethe-Instituts und Vorsitzende des Beirats "Frauen in der Wissenschaft" der Robert Bosch Stiftung, und Susanne Baer, Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt Universität zu Berlin, zählen: "Wer um die besten Köpfe wirbt, Exzellenz anstrebt und sich im internationalen Standortwettbewerb behaupten will, muss die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Forschung gewährleisten. Solange Deutschland sein Potential an qualifizierten Wissenschaftlerinnen nicht nutzt, kann von Exzellenz in Wissenschaft und Forschung keine Rede sein. (...) Es ist höchste Zeit, Abschied von unverbindlicher Rhetorik zu nehmen. (...) Wer Qualität fordert, muss Gleichstellung gewährleisten."
Diesem Aufruf liegt die Tatsache zugrunde, dass Frauen in Wissenschaft und Forschung hierzulande eklatant unterrepräsentiert sind. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland den vorletzten Platz ein. Angesichts dessen fordern die am 3. Berliner Wissenschaftsgespräch beteiligten Experten, den anstehenden Generationenwechsel an den Hochschulen für eine Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses zu nutzen. Sie rufen auf zu "einer Wissenschaftskultur, die sich ihrer aufklärerischen Verantwortung bewusst ist". Dies erfordere "geschlechtsneutrale Berufungskommissionen, professionelle und transparente Förder- und Besetzungsverfahren sowie die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an allen Schlüsselgremien und Leitungsfunktionen". Um zu gewährleisten, dass bei allen Entscheidungen und Berufungen "künftig immer auch nach geeigneten Bewerberinnen gesucht wird", halten die Gesprächsteilnehmer eine Quote für "unerlässlich".
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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