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15.01.2009 14:39

Neuer wertvoller Preis für die Klimawissenschaften durch die spanische Stiftung BBVA - Wallace S. Broecker erster Preisträger

Dr. Annette Kirk Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Meteorologie

    Das Deutsche Klima-Konsortium gibt im Auftrage der BBVA-Stiftung bekannt:

    Wallace S. Broecker, Pionier der Erforschung des Klimawandels, erhält den BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award.

    o Broecker hat sich schon 1975 als einer der ersten Wissenschaftler mit dem Klimawandel beschäftigt, ein Jahr bevor die globale Erwärmung festgestellt wurde.
    o Das Preisgeld beträgt 400 000 Euro.
    o Der Frontiers Award ist der zweithöchste Geldpreis nach dem Nobelpreis. Es werden 3,2 Mio. Euro in acht Preiskategorien vergeben.

    Der BBAV Foundation Frontiers of Knowledge Award ist bestrebt, weltbeste Forschung und künstlerische Leistung anzuerkennen und zu fördern und kann als zweithöchster Geldpreis nach dem Nobelpreis angesehen werden: jährlich werden 3,2 Mio. Euro für wissenschaftliche und künstlerische Bereiche ausgeschüttet. Er ist der einzige Preis, der auch die Kategorie Klimawandel berücksichtigt.

    Die Preise werden in acht Kategorien vergeben mit einer Dotierung von 400 000 Euro pro Kategorie. Der Klimawandel-Preis ist der erste vergebene und soll sowohl Forschung auf diesem Gebiet als auch praktische Tätigkeiten und Initiativen im Wettlauf gegen den Klimawandel ehren, eines der wichtigen gesellschaftlichen Themen im 21. Jahrhundert.

    Der erste BBAV Foundation Frontiers of Knowledge Award 2008 in der Kategorie Klimawandel wurde an den amerikanischen Wissenschaftler Wallace S. Broecker verliehen, der vor mehr als drei Jahrzehnten die globale Erwärmung durch menschliche Aktivitäten vorhergesagt hat. 1975 veröffentlichte Broecker im Wissenschaftsmagazin Science den Artikel "Climate Change: Are We on the Brink of a Pronounced Global Warming?", in dem zum ersten Mal der Begriff der globalen Erwärmung in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung benutzt wurde. In diesem Artikel sagte er auch voraus, dass der Anstieg der CO2-Emissionen die Fähigkeit des Ozeans schwächen würde, CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen, was zu einer deutlichen Erwärmung Anfang des 21. Jahrhunderts führen würde - eine Vorhersage, die sich als wahr erwiesen hat.

    Wallace S. Broecker (geboren 1931) ist Professor am Department of Earth and Environmental Sciences an der Columbia University in New York, USA. Der Autor von ca. 400 wissenschaftlichen Artikeln und zahlreicher Bücher war einer der ersten Wissenschaftler, der die Wichtigkeit der Atmosphäre-Ozean-Wechselwirkung in Bezug auf den Einfluss des CO2-Austausches auf das Klima bestätigt hat.

    Die spanische BBVA-Stiftung unterstützt Erkenntnisgewinn, wissenschaftliche Forschung und die Kulturförderung sowie die Vermittlung der Ergebnisse an die Gesellschaft. Diese Bemühungen fließen in Forschungsprojekte, in Bildung und Weiterbildung, Stipendien und Preise. Zu den von der Stiftung bevorzugten Aktivitätsbereichen gehören die Grundlagenforschung, Biomedizin, Ökologie und Schutz der biologischen Vielfalt, Sozialwissenschaften sowie Literatur und musikalisches Schaffen.

    Kontakt:

    BBVA-Stiftung Pressebüro
    Tel: +34 91 537 66 15 / +34 94 487 46 27
    E-mail: Javier.Fernandez@fbbva.es


    Weitere Informationen:

    http://www.fbbva.es


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

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