Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) eröffnet am 4. Februar ihren neuen Ausstellungsraum "glasmoog" mit einer Einzelausstellung der Künstlerin Michaela Melián, die mit "Speicher" gerade mit dem "Hörspiel des Jahres 2008" ausgezeichnet wurde
Die Kunsthochschule für Medien Köln eröffnet einen neuen Ausstellungsraum.
"glasmoog", so Name des knapp 70 Quadratmeter großen Raumes nach einer Glaserei ("Glas Moog"), die seit den 1980er Jahren an der Stelle des neuen Ateliergebäudes im Filzgengraben 2a ihren Ort hatte, soll als Schaufenster in zwei Richtungen wirken: Dem kunstinteressierten Publikum wird Einblick in die jeweils aktuellen Produktionen von Studierenden und Absolventen an der KHM gegeben; gleichfalls werden national wie international vertretene künstlerische Positionen und Diskurse durch besondere Gäste unterstrichen.
In diesem Sinn macht am 4. Februar die Einzelausstellung der Künstlerin und Musikerin Michaela Melián (geb. 1956 in Oberbayern) den Auftakt. Melián entwickelt in ihren Rauminstallationen vielschichtige Erinnerungsfelder und komplexe Verweissysteme. Sie arbeitet - richtungweisend für die medienkünstlerische Ausrichtung der KHM - mit verschiedensten Medien wie Zeichnung, Objekt, Fotografie, Film, Musik und Wort. Anhand intensiver Recherche werden aus einer Vielzahl verschiedener Erzählstränge einzelne narrative Spannungsbögen konstruiert: Historische Fakten und Erzählungen kontrastieren mit persönlichen Erinnerungen und privaten Geschichten. Die Ausstellung konzentriert sich auf zwei der jüngsten Videoinstallationen von Michaela Melián: "Speicher" und "Rückspiegel", wobei die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste gerade die BR-Produktion "Speicher" als "Hörspiel des Jahres 2008" ausgezeichnet hat.
In der Videoinstallation "Speicher" verflechten sich "Sprache, Musik, Zeichnung und Film zu einer poetischen Struktur zum Thema des Reisens und Wanderns, des Fremdseins und der Sehnsucht nach dem Fremden. 'Mit dem Stadtplan von London den Harz durchwandern' - dieser leitmotivische Satz, zitiert nach Alexander Kluge aus 'VariaVision - Unendliche Fahrt, bezeichnet das Bauprinzip der Mehransichtigkeit und der schwebenden Bedeutung." (Aus dem Vorwort des Katalogs Michaela Melián, Speicher, London: Koenig Books, 2008).
Die 5-Kanal-Videoinstallation "Rückspiegel" gründet auf Gesprächen von Michaela Melián mit Alexander Kluge, Edgar Reitz, Josef Anton Riedl, Hans-Jörg Wicha und Kurd Alsleben über die Multimedia-Rauminstallation "VariaVision - Unendliche Fahrt", das Studio für elektronische Musik und die HfG Ulm. Die transkribierten Interviews werden von Schauspielern der Münchner Kammerspiele gelesen.
Michaela Melián studierte Musik und Kunst in München und London. Sie ist Musikerin der Band F.S.K. 1980-86 Mitherausgeberin des Magazins "Mode und Verzweiflung" (München). Vorträge und Lehrveranstaltungen an den Kunstakademien Berlin-Weißensee, Nürnberg, Wien, Stuttgart, Bratislava, an der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Lüneburg, Städelschule Frankfurt am Main, am Goldsmith College London und dem Office for Contemporary Art Norway in Oslo. 1989 und 1999 Interimsprofessur an der Akademie der Bildenden Künste, München. 2006 bis 2008 Gastprofessorin für zeitbasierte Medien an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Michaela Melián lebt in München und Zürich. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten, die als wesentlichen Werkteil ein Hörspiel umfasst, ist "Föhrenwald", ein 2006 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnete Ton-Diainstallation über die gleichnamige Siedlung (heute Waldram bei München).
Glasmoog - Ausstellungsraum der KHM: Michaela Melián
5. Februar - 22. März 2009
Eröffnung: Mittwoch, 4. Februar, 19 Uhr
Gespräch mit der Künstlerin:
Donnerstag, 5. Februar, 18 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Samstag (16 bis 20 Uhr) und nach Vereinbarung,
Tel. +49.221.20189-213 / exhibitions@khm.de
Glasmoog - Ausstellungsraum der KHM
Filzengraben 2a
50676 Köln
http://siehe www.khm.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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