Bayreuth (UBT). Mit dem Ziel, einen dauerhaften Datenfluss für biologische Daten aus der Feldforschung aufzubauen, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ab Februar 2009 ein Kooperationsprojekt von Arbeitsgruppen der Universitäten Bayreuth und Regensburg mit dem IT-Zentrum der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB).
Seitens der Universität Bayreuth beteiligen sich der Lehrstuhl Angewandte Informatik IV (Prof. Dr.-Ing. Stefan Jablonski) sowie das Zentrallabor für DNA-Analytik und Ökoinformatik (Prof. Dr. Gerhard Rambold).
Um das Projektziel zu erreichen soll an den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns ein Datenrepositorium, gewissermaßen ein Datendepot, für Primärdaten aus der Ökologie und Biodiversitätsforschung geschaffen werden. Die Daten werden mittels Personal Digital Assistant (PDA, Smartphones) mit GPS-Funktionalität und der Option der digitalen Bildaufnahme im Gelände erhoben. In diesem Kontext werden ein mobiler Client zur Datenerhebung (DiversityMobile) und generische Schnittstellen zum bilateralen Datentransfer an das Primärdatenrepositorium in München entwickelt. Nutzeradaptierte Oberflächen sollen die Anzeige und Einbindung ökologischer Deskriptoren, taxonomischer Namensbestände sowie topographischer Kartenausschnitte erlauben.
Die Angewandte Informatik IV wird im Rahmen dieses Projektes einen Client zur Datenerhebung und Anzeige sowie eine Synchronisierungsschnittstelle über mobile Netzwerke (Mobilfunk, WLAN etc.) zur Datensynchronisation und zur Online-Suche in Taxonomie-Datenbanken entwickeln. Zudem wird der Lehrstuhl die anderen Projektgruppen bei der Erfassung, Modellierung und Planung des Datenflusses unterstützen sowie Export- und Import-Schnittstellen zu anderen wissenschaftlichen Datenbanken speziell des Datenrepositoriums der SNSB implementieren.
Die Arbeitsgruppe aus der Biologie wird im Förderzeitraum die ökologischen Erhebungen zu spezialisierten herbivoren Insekten auf einer Langzeit-Versuchsfläche im Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth fortsetzen. Damit steht eine umfangreiche Sammlung von Geländedaten zur Verfügung, die es erlaubt, die Funktionalität des DiversityMobile-Clients und den Datenfluss zum Datenrepositorium, speziell für ökologische Daten, zu testen und entsprechend den Erfordernissen für die Datenerhebung im Gelände zu optimieren. Zukunftsweisend erscheint die Möglichkeit, durch den Einsatz von PDAs mit komplex strukturierter Client-Software bereits im Gelände mehrdimensionale ökologische Beziehungen im zeitlichen und räumlichen Kontext zu erfassen.
Kontakt und weitere Infos
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Professor Dr.-Ing Stefan Jablonski
Tel. 0921/ 55 - 7620
mail: stefan.jablonski@uni-bayreuth.de
Prof. Dr. Gerhard Rambold
Tel. 0921/ 55 - 2453
mail: gerhard.rambold@uni-bayreuth.de
Anwendungsbeispiel des DiversityMobile-Prototypen zur Datenerhebung im Gelände
Quelle: UBT-Pressestelle - Bild zur Veröffentlichung mit Autorenangabe frei
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Informationstechnik
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

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