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27.01.2009 11:28

Neues Schülerlabor in der Physik

Robert Emmerich Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Ein künstlicher Augapfel, so groß wie der Kopf eines Menschen. In die Pupille fällt ein Lichtstrahl, am hinteren Ende tritt er wieder aus dem Riesen-Auge aus und fällt auf eine Leinwand: So lässt sich zeigen, warum bei einer Fehlsichtigkeit kein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht. Der Augapfel steht an der Universität Würzburg im neuen Schülerlabor der Physik. Und dort gibt es noch mehr spannende Dinge.

    Welche Rolle spielt die Optik bei der Informationsübertragung in einem Glasfaserkabel? Warum kann man an einem warmen und trockenen Sommertag nasse Stellen auf einer langgezogenen Straße sehen? Solche und andere Fragen lassen sich im Optik-Experimentierlabor des Lehrstuhls für Physik und ihre Didaktik angehen.

    Mittelstufenklassen der Jakob-Stoll-Realschule, des Siebold-Gymnasiums und des Wirsberg-Gymnasiums haben das in den vergangenen Wochen bereits getan. Nach dem Optik-Unterricht an der Schule hatten sie die Möglichkeit, an der Universität einen Vormittag lang das bisher Gelernte experimentell zu vertiefen und Neues zu erforschen. Dabei führten sie die Versuche selbstständig in Gruppen durch.

    "Ein Großteil der Schüler nahm dieses forschende Lernen sehr positiv auf, und auch die Lehrkräfte zeigten sich sehr angetan von unserem Lehr-Lern-Experimentierlabor", sagt Lehrstuhlinhaber Thomas Trefzger.

    Doch mit diesen ersten Rückmeldungen wollen sich der Professor und sein Team nicht zufriedengeben: "Wir möchten jetzt per Fragebogen ermitteln, ob sich der Besuch des Labors bei den Schülern auch nachhaltig auswirkt", erklärt Matthias Völker. Der Physiklehrer fertigt bei Trefzger derzeit seine Doktorarbeit an. Thema: "Experimentierlaborbetreuung durch Studierende".

    Universität plant Didaktik-Zentrum

    Das Optik-Experimentierlabor ist eines von vielen Lernlaboren, mit dem die Physik-Didaktik ihren Beitrag zum geplanten MIND-Center der Universität Würzburg leistet. MIND steht für "Mathematisch-Informationstechnologisches und Naturwissenschaftliches Didaktikzentrum".

    Das neue Zentrum soll nach den aktuellen Plänen der Universität auf dem Leighton-Gelände am Hubland entstehen. In ihm sollen Science-Center-Elemente und Lehr-Lern-Labore der Physik und Astronomie, der Mathematik und Informatik, der Biologie, Chemie und Geographie untergebracht werden.

    Ziel: Lehrerausbildung praxisnäher machen

    Mit dem MIND-Center soll nicht nur ein Experimentier- und Forschungsangebot für Schulklassen geschaffen werden. "Es soll vor allem auch die Lehramtsausbildung an der Universität Würzburg weiter verbessern, und zwar durch einen deutlich höheren Berufsfeld- und Praxisbezug", erklärt Thomas Trefzger: In dem geplanten Zentrum können die Lehramtsstudierenden Schulklassen beim Experimentieren betreuen. Und dabei Erfahrungen im direkten Umgang mit Schülern sammeln.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Thomas Trefzger, T (0931) 31-85787, l-didaktik@physik.uni-wuerzburg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Physik / Astronomie
    überregional
    Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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