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28.01.2009 09:15

Die PINGUIN Studie der Forschergruppe Diabetes in München

Christine Huber Pressestelle
Forschergruppe Diabetes

    Kooperierende Ärztinnen und Ärzte gesucht!

    61 von 100 Frauen mit Insulin pflichtigem Schwangerschaftsdiabetes erkranken innerhalb von drei Jahren nach der Entbindung an einem Typ 2 Diabetes mellitus. Deshalb führt die Forschergruppe Diabetes unter der Leitung von Prof. Anette-Gabriele Ziegler eine postpartale Intervention bei Gestationsdiabetikerinnen unter Insulintherapie durch - die PINGUIN Studie. PINGUIN ist eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Interventionsstudie. Sie soll die Entwicklung zum Typ 2 Diabetes verhindern. Deutschlandweit überweisen bereits neun kooperierende Krankenhäuser und sieben niedergelassene Ärzte Frauen, die in ihrer letzten Schwangerschaft Diabetes hatten und Insulin spritzen mussten. Die Studie läuft seit Februar 2008 und viele Probandinnen haben Ihre halbjährige Untersuchung bereits durchlaufen.

    Die Forschergruppe Diabetes behandelt die Studienteilnehmerinnen mit dem neuen und seit September 2007 auf dem deutschen Markt zugelassenen Medikament Vildagliptin (Galvus®). Des weiteren berät das PINGUIN Team die teilnehmenden Frauen zu Ernährung und gesundem Lebensstil. Vildagliptin gehört in die Medikamentengruppe der DPP-4 Inhibitoren. Es verlängert die Wirkung des körpereigenen Hormons Glucagon-like-peptide 1 (GLP-1). Die Dünndarmzellen sekretieren GLP-1 nach Nahrungsaufnahme und erhöhen damit die Insulinproduktion des Organismus'.
    Zusätzlich soll Vildagliptin die ß-Zellen des Pankreas schützen und regenerieren, so dass man es präventiv einsetzen kann.
    Die Studienteilnehmerinnen nehmen Vildagliptin einmal täglich am Morgen als Tablette ein. Es ist ein sehr nebenwirkungsarmes Medikament. Bei den teilnehmenden Frauen sind, wie erwartet, keine Nebenwirkungen aufgetreten und sie vertragen den Wirkstoff sehr gut.
    Die Behandlung im Rahmen der PINGUIN Studie beginnt spätestens neun Monate nach Entbindung und dauert zwei Jahre. Darauf folgt ein Jahr Beobachtung, um den erwarteten Effekt feststellen zu können. Das Studienteam betreut die Probandinnen intensiv. Auf diese Weise können sowohl eine mögliche Diabeteserkrankung als auch andere Erkrankungen des metabolischen Syndroms (zum Beispiel Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung) frühzeitig erkannt und behandelt werden.

    Unterstützung erhält die Forschergruppe Diabetes durch den Verein zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Kommunikation im Bereich Diabetologie e.V.

    Das PINGUIN Team arbeitet mit kooperierenden Kliniken und niedergelassenen Ärzten aus München und Umland, aber auch aus weiterer Entfernung zusammen. Sie machen ihre Patientinnen auf die Studie aufmerksam, stellen den Kontakt zum PINGUIN Team her oder übernehmen einzelne Kontrolluntersuchungen bei Patientinnen. Dadurch wird die Studienteilnahme für die Frauen vereinfacht und ihnen bleibt der Weg nach München erspart. Die Teilnahme an der Studie ist für die Frauen kostenlos.

    Gerne können auch Sie kooperierende/r Arzt/Ärztin der Forschergruppe Diabetes werden, da das PINGUIN Team noch weiterhin Patientinnen für die Studie sucht. Kooperierende Ärztinnen und Ärzte erhalten eine Aufwandsentschädigung.

    Interessierte melden sich bitte bei der

    Forschergruppe Diabetes
    PINGUIN Team
    Kölner Platz 1, 80804 München
    Telefon: 089-3068 2917
    E-Mail: pinguin@lrz.uni-muenchen.de

    Pressekontakt:
    Christine Huber
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    --------------------------------------------------
    Forschergruppe Diabetes
    der Technischen Universität München
    Leitung: Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler

    Kölner Platz 1, 80804 München
    Tel. 089-3068 3380
    E-Mail: christine.huber@lrz.uni-muenchen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.pinguin-studie.de - Weitere Informationen zur PINGUIN Studie


    Bilder

    Risiko eines Diabetes für Schwangerschaftsdiabetikerinnen nach Entbindung
    Risiko eines Diabetes für Schwangerschaftsdiabetikerinnen nach Entbindung
    Quelle: Forschergruppe Diabetes

    Risiko eines Diabetes bei Behandlung mit Insulin im Vergleich zu Diät
    Risiko eines Diabetes bei Behandlung mit Insulin im Vergleich zu Diät
    Quelle: Forschergruppe Diabetes


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


     

    Risiko eines Diabetes für Schwangerschaftsdiabetikerinnen nach Entbindung


    Zum Download

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    Risiko eines Diabetes bei Behandlung mit Insulin im Vergleich zu Diät


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