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12.02.2009 15:27

"Oben ohne" auf der Piste war gestern: RUB-Sportmedizin unterstützt Stellungnahme zum Skihelm

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Nachdrücklich unterstützen Bochumer Sportmediziner eine länderübergreifende "Gemeinsame Erklärung zum Schneesporthelm", die heute veröffentlicht wird. Denn nicht nur der folgenschwere Skiunfall des thüringischen Ministerpräsidenten Althaus zu Beginn des Jahres, sondern auch neue Studien zeigen: "Oben ohne" auf der Piste war gestern. Der Skihelm schützt und rettet Leben, und da sind uns die Nachbarländer Österreich und Schweiz weit voraus. Als Beitrag zur hitzig geführten Diskussion zum Skihelm und einer gesetzlichen Helmpflicht basiert die Erklärung auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

    Bochum, 12.02.2009
    Nr. 49

    "Oben ohne" auf der Piste war gestern
    RUB-Sportmedizin: Skihelme schützen
    Ruhr-Universität unterstützt internationale Stellungnahme

    Nachdrücklich unterstützen Bochumer Sportmediziner eine länderübergreifende "Gemeinsame Erklärung zum Schneesporthelm", die heute veröffentlicht wird. Denn nicht nur der folgenschwere Skiunfall des thüringischen Ministerpräsidenten Althaus zu Beginn des Jahres, sondern auch neue Studien zeigen: "Oben ohne" auf der Piste war gestern. Der Skihelm schützt und rettet Leben, und da sind uns die Nachbarländer Österreich und Schweiz weit voraus. Als Beitrag zur hitzig geführten Diskussion zum Skihelm und einer gesetzlichen Helmpflicht basiert die Erklärung auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Initiatoren der Stellungnahme sind die deutsche Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASIS; Vorsitzende: Prof. Dr. Petra Platen, Ruhr-Universität Bochum), die bfu - Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung, das österreichische Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und die EuroSafe Taskforce Sport Safety.

    Stellungnahme im Internet

    Die vollständige Stellungnahme steht im Internet unter
    http://www.sicherheitimsport.de

    Kampagne "pro Helm"

    Der Anteil der Schneesportler, die auf der Piste einen Helm tragen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In der Saison 2007/08 griffen bereits 40 Prozent der Erwachsenen und sogar 80 bis 90 Prozent der unter 15-jährigen deutschen Skifahrer zum Kopfschutz. Dennoch liegen die Deutschen hinter den Schweizern und Österreichern. Dort trugen 60 Prozent der erwachsenen Schneesportler auf der Piste einen Helm. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Unterschiede zwischen den Ländern dagegen nur noch marginal. Die Unfallstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, zum Beispiel in Frankreich: Aufgrund von Kampagnen "pro Helm" stieg der Anteil der Kinder, die beim Schneesport einen Helm trugen, von 15 Prozent (1995) auf aktuell ca. 90 Prozent. Im selben Zeitraum konnte eine deutliche Reduktion der schweren Kopfverletzungen bei Kindern unter 14 Jahren beobachtet werden. So sank z. B. der Anteil der Kopfverletzungen bei Kindern bis 10 Jahre innerhalb eines Jahrzehnts von 15 auf 2,6 Prozent. In ihrer Stellungnahme empfehlen die Experten daher allen Schneesportlern, auf der Piste einen Helm zu tragen. Sie beantworten zudem die am häufigsten gestellten Fragen zum Skihelm und räumen dabei auch mit Vorurteilen, Missverständnissen und Fehlinformationen auf.

    Weitere Informationen

    Dr. Gernot Jendrusch, Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung, Fakultät für Sportwissenschaft der RUB, Tel. 0234/32-23190, E-Mail: gernot.jendrusch@rub.de

    Redaktion: Jens Wylkop


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin, Sportwissenschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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