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16.02.2009 09:42

"Jedem Kind ein Instrument": Bremer Musikforscher begleiten ambitioniertes Schulprojekt

Eberhard Scholz Pressestelle
Universität Bremen

    Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Kooperationsprojekt "Studie zum Instrumentalunterricht in Grundschulen (SIGrun)" mit 900.000 Euro.

    In zwei Bundesländern laufen 2009 groß angelegte Schulprojekte an, die im Primarbereich jedem Kind Instrumentalunterricht ermöglichen sollen. In Nordrhein-Westfalen ist das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" Teil der Initiative Kulturhauptstadt Europas 2010. In Hamburg starten 63 Grundschulen mit einem vergleichbaren Projekt. Mit der Einführung von Instrumentalunterricht werden große Erwartungen an die individuelle und gemeinschaftliche Förderung von Schülerinnen und Schülern verbunden. Deshalb wird das Großprojekt wissenschaftlich begleitet - und zwar von Musikforschern der Universität Bremen. Die beiden Professoren des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik Veronika Busch und Andreas Lehmann-Wermser erhielten für ihr Kooperationsprojekt mit dem renommierten Hamburger Erziehungswissenschaftler Professor Knut Schwippert jetzt Förderzusagen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 900.000 Euro.

    Unter Leitung von Professor Lehmann-Wermser wird das Konsortium bis 2012 u. a. Fragen des Transfers musikalischer Betätigung in andere kognitive Bereiche, der kulturellen Teilhabe und der Veränderung des musikalischen Geschmacks erforschen. Besonderes Augenmerk wird in der "Studie zum Instrumentalunterricht in Grundschulen (SIGrun)" darauf gerichtet werden, inwiefern solche aufwändigen schulischen Programme nachhaltig und über den Kreis bildungsnaher Familien hinaus das Lernen, das schulische Leben und kulturelle Muster auch der Familien verändern.

    SIGrun ist bereits das dritte Drittmittelprojekt des Bremer Instituts in der als empirischer Wissenschaft noch jungen deutschen Musikpädagogik. Bremen festigt damit seinen Ruf, derzeit in Deutschland ein Zentrum empirischer Musikpädagogik zu sein, wobei hier in besonderer Weise von der universitätsinternen Kooperation von Musikpädagogik und Systematischer Musikwissenschaft profitiert werden kann.

    Weitere Informationen:

    Universität Bremen
    Fachbereich Kulturwissenschaften
    Institut für Musikwissenschaft & Musikpädagogik
    Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser
    Dr. Klaudia Schulte (Projektkoordinatorin)
    Tel. 0421 218 67774
    E-Mail. kschulte@uni.bremen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.musik.uni-bremen.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Musik / Theater
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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