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18.02.2009 10:17

Nobelpreisträger Tsien eröffnet World Congress 2009 on Medical Physics and Biomedical Engineering

Melanie Mora Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

    Einer der größten Experten auf dem Gebiet der bildgebenden Zellbiologie, Nobelpreisträger Roger Yonchien Tsien, eröffnet den World Congress 2009 on Medical Physics and Biomedical Engineering. Vom 7. bis 12. September 2009 diskutieren 4.000 Experten aus dem In- und Ausland die neuesten Forschungsergebnisse aus Medizintechnik, Medizinphysik und BioEngineering im Internationalen Congress Center München (ICM). 2008 hat Tsien für die Entdeckung und Weiterentwicklung des grün fluoreszierenden Proteins gemeinsam mit Osamu Shimomura und Martin Chalfie den Nobelpreis für Chemie erhalten.

    Die Interdisziplinarität des Kongresses spiegelt sich auch in den Forschungserfolgen des Nobelpreisträgers Tsien, dem mit seinen Entdeckungen zu Fluoreszenzfarbstoffen ein Brückenschlag zwischen BioEngineering und innovativer Medizintechnik gelungen ist. Das grün fluoreszierende Protein, dessen Weiterentwicklung ihm den Nobelpreis eingebracht hat, ist heute wichtiger Marker in lebenden Zellen. 1962 entdeckte der Japaner Shimomura, dass das Protein unter ultraviolettem Licht hellgrün leuchtet. Dank der Weiterentwicklung durch Chalfie und Tsien etwa 30 Jahre später sind fluoreszierende Proteine heute eine anerkannte Methode der Biotechnologie. Die Erbsubstanz des Leuchtproteins kann gezielt mit der eines anderen Proteins verknüpft und in Organismen eingeschleust werden. Auf diese Weise können Bewegung und Position von Zellen beobachtet werden. Mit den Patenten auf immer neue fluoreszierende Proteine hat Tsien große wissenschaftliche Anerkennung gewonnen. Er entwickelte Fluoreszenzfarbstoffe, die das zelluläre Calcium sichtbar machen. Später verbesserte er die Eigenschaften des Farbstoffes und wies mit ähnlichen Verfahren Natrium und zyklisches Adenosinmonophosphat nach. Im Laufe der Jahre änderte er seinen Forschungsschwerpunkt auf die Abbildung und die Behandlung von Krebstumoren. Dazu entwickelte er ein U-förmiges Peptid, das mit einem bildgebenden Molekül oder einem Medikament bestückt an die Krebszelle andockt. Der Amerikaner Tsien ist Professor für Pharmakologie, Chemie und Biochemie an der University of California in San Diego.


    Weitere Informationen:

    http://Mehr Informationen zum Kongress unter www.wc2009.org.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Elektrotechnik, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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