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20.02.2009 15:57

Biowissenschaft in die Blutbahn

Dr. Petra Blumenroth Unternehmenskommunikation
Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

    Der Internationale Kongress mit Ausstellung "Forum Life Science 2009" präsentiert vom 18.-19. März 2009 an der Technischen Universität München, Garching in der Reihe "Pharma Development" u.a.
    o Weitere Aufklärung der molekularen Zusammenhänge komplexer Krankheiten
    o Neue Therapeutika und Biomarker für personalisierte Medizin
    o Stammzellen für Arzneimittelentwicklung und regenerative Therapie

    Biowissenschaftliche Forschung liefert kontinuierlich neue Erkenntnisse über molekulare Zusammenhänge komplexer Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer und hilft, deren Ursache und Verlauf immer mehr zu verstehen. Dieses Wissen nutzt die Pharmaindustrie zur Entwicklung von Wirkstoffen und multifaktoriellen Therapien von Krankheiten, die bisher nicht oder nur unzureichend behandelbar sind.

    Zu den neuen Therapieplattformen zählen unter anderem Biopharmazeutika, die als hochspezifische Wirkstoffe für die Behandlung komplexer Krankheitsbilder eingesetzt werden, die RNAi-Technologie, die gezielt krankheitsrelevante Gene ausschaltet, und auch Stammzellen, welche geschädigtes Gewebe regenerieren können. Zudem bieten Fortschritte in Diagnostik und Pharmaentwicklung neue Ansätze für eine personalisierte Medizin, die zielgerichtete und auf die Patienten abgestimmte Therapien ermöglicht.

    Der sechste internationale Kongress "Forum Life Science" am 18.-19. März 2009 an der Technischen Universität München in Garching präsentiert in den Plenarvorträgen zukünftige Strategien der Pharmaentwicklung aus verschiedenen Blickwinkeln: Fortschritte durch personalisierte Medizin (Prof. Dr. Klaus Lindpaintner, F. Hoffmann-La Roche Ltd., Schweiz), neue Therapiemöglichkeiten resultierend aus dem zunehmenden Verständnis molekularer und zellulärer Zusammenhänge komplexer Erkrankungen (Prof. Dr. Günther Wess, Helmholtz Zentrum München und Prof. Dr. Christian Haass, Ludwig-Maximilians-Universität, München), Forschungskooperationen zur schnelleren Identifizierung neuer Wirkstoffe (Dr. Manfred Horst, Merck Sharp & Dohme, Frankreich) sowie Methoden in der Wirkstoffentwicklung basierend auf Traditioneller Chinesischer Medizin (Prof. Dr. Xin-miao Liang, Chinese Academy of Science, China).

    In der Themenreihe "Pharma Development" präsentieren namhafte Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft Technologien für die Entwicklung innovativer Therapeutika, neue Biomarker in Diagnose und Therapie sowie Stammzell-basierte Ansätze für die Behandlung degenerativer Krankheiten.

    Ergebnisse der Grundlagenforschung tragen entscheidend zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Leitsubstanzen bei, wie Dr. Matthias Stein-Gerlach und Dr. Bert Klebl vom Drug Discovery und Development Center der Max-Planck-Gesellschaft zeigen werden. Dies erfordert in der Regel die Synthese und das Testen hunderter Strukturen - ein zeit- und kostenaufwendiger Prozess. Um die Effizienz auf dem Weg zur Leitsubstanz und zum Wirkstoff zu steigern, nutzt Boehringer Ingelheim in silico-Technologien, vorgestellt von Dr. Jürgen Mack. Identifizierte Wirkstoffkandidaten werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Toxizität in Zell- und Tiermodellen getestet. Aus menschlichen Stammzellen gewonnene Leberzellen, wie sie das schwedisch-schottische Biotech-Unternehmen Cellartis entwickelt, bieten neuartige Testsysteme.

    Biomarker dienen der Identifikation und Charakterisierung sowohl einer Krankheit als auch der individuellen Unterschiede von Patienten, und damit einer schnelleren und effektiveren Therapie. Dr. Christoph Petry von Siemens Healthcare Diagnostics stellt ein Verfahren vor, das frühzeitig erkennen lässt, ob ein Patient einer onkologischen Risikogruppe zugehört. Dadurch können frühzeitig therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Eine weiterführende Stratifizierung von Patienten für eine gezielte Therapieentscheidung kann auf genetischen Tests basieren (Dr. Vincent Fert, Ipsogen, Frankreich) bzw. im Serum der Patienten vorhandene Biomarker nutzen (Dr. Stefan Müllner, Protagen).

    Schließlich werden Stammzell-basierte Therapien zur Behandlung degenerativer Krankheiten vorgestellt. Prof Dr. Stephen Minger vom King's College London ist als einer der wenigen Wissenschaftler berechtigt, neue humane embryonale Stammzelllinien zu generieren; er wird auf die Perspektiven zur therapeutischen und wissenschaftlichen Nutzung humaner Stammzellen eingehen. Die Aktivierung adulter Stammzellen zur Behandlung der Parkinson'schen Krankheit steht im Vordergrund des Vortrages von Dr. Anders Haegerstrand, NeuroNova, Schweden.

    Neben dem Schwerpunkt "Pharma Development" umfasst der Kongress "Forum Life Science 2009" weitere parallele Themenreihen zu "Food and Nutrition" und "Industrial Biotechnology".

    Begleitende Fachausstellung
    100 Aussteller präsentieren ihre zukunftsweisende Technologie- und Entwicklungskompetenz mit Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Wirkstoffentwicklung, präklinische und klinische Testung, Analytik und Sensorik, Bioinformatik und Nanotechnologie, Bioverfahrenstechnik und Prozessoptimierung sowie in den Sektoren Lebensmittelanalytik und Nachwachsende Rohstoffe.

    Ziele des Kongresses
    Dieser im zweijährigen Turnus ausgerichtete internationale Kongress vermittelt Informationen über neueste Entwicklungen aus Wirtschaft und Wissenschaft und ermöglicht den aktiven Austausch von Erfahrungen. Daraus lassen sich neue interdisziplinäre Kooperationen anbahnen - für die nächste Generation innovativer Produkte in den Life Sciences. Zielgruppen sind Experten und Anwender der Biotech-, Chemie-, Pharma-, und Lebensmittelindustrie sowie der Agrarwirtschaft, der Analytik, des Anlagenbaus und der Verfahrenstechnik.

    Der Kongress "Forum Life Science" wird von der Bayern Innovativ GmbH konzipiert und organisiert, unterstützt die Cluster-Offensive mit den Clustern Biotechnologie, Ernährung, Chemie und Medizintechnik und wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.

    Das vollständige Programm und Informationen rund um das Symposium finden Sie unter http://www.bayern-innovativ.de/fls2009.


    Weitere Informationen:

    http://www.bayern-innovativ.de/fls2009/presse - Alle Presseinformationen und Anmeldung
    http://www.bayern-innovativ.de/fls2009 - Alle Informationen zum Kongress


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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