Um Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten Familien geht es bei einer Fachtagung am 5. März in der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Etwa drei Millionen davon gibt es in Deutschland. Sie stellen nicht nur die größte Risikogruppe für Suchterkrankungen dar, sondern sind in ihrer geistigen, psychischen, sozialen und körperlichen Entwicklung häufig benachteiligt.
"Dauerhafte Zuwendung und auch emotionale Sicherheit fehlen häufig, so dass die Kinder keine vertrauensvollen Beziehungen entwickeln können", so Dr. Michael Schmitz, Sozialdezernent der Stadt Mönchengladbach, die mit der Hochschule Niederrhein, dem Diakonischen Werk, dem Kinderschutzbund und der Drogenberatung Veranstalterin der Tagung ist. Auf der einen Seite fehle die haltgebende, liebevolle und verlässliche Struktur der Eltern, auf der anderen Seite versuchten die Kinder, ihre suchtkranke Mutter oder den Vater zu schützen, indem sie zu früh zu viel Verantwortung übernehmen, schildert Dr. Schmitz den Zwiespalt der Kinder. Deren Leiden an der Sucht der Eltern stellt der Kinderpsychologe und -psychotherapeut Prof. Dr. Michael Borg-Laufs (Hochschule Niederrhein) dar, bevor Sozialarbeiter und Streetworker aus Mönchengladbach Fälle aus ihrer Praxis schildern. Dem schließen sich Präsentationen von Hilfsprojekten in Wesel, Bonn und Krefeld an.
Die Fachtagung findet von 9.30 bis 15 Uhr im Hochschulgebäude an der Richard-Wagner-Str 101 statt. Die Teilnahme ist frei.
http://www.hs-niederrhein.de/fachtagung_2009.html
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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