Das Universitäre Darmkrebszentrum am Klinikum der J.W. Goethe-Universität
ist das erste von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Darmzentrum - genauer gesagt: Darmkrebszentrum - in Frankfurt. In Hessen ist es damit zugleich das erste zertifizierte Darmkrebszentrum an einer Universitätsklinik.
In einer Feierstunde am 27.2.2009 hat Prof. Dr. Dr. Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Herrn Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik 1 und Leiter des Darmkrebszentrums, das Zertifikat im Namen der Deutschen Krebsgesellschaft übergeben. Das Klinikum versteht sich schon seit langem als Anlaufstelle für Patienten mit Darmkrebs, und zwar sowohl für Patienten mit frühen als auch mit fortgeschrittenen Tumorstadien, erklärte Zeuzem. Durch die erfolgreiche Zertifizierung werde das nun untermauert.
Ein Rückblick: Seit den 90er Jahren besteht eine Kooperation zwischen der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Medizinischen Klinik 1 und 2 sowie der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie. Im August 2002 wurde Prof. Dr. Wolf-Otto Bechstein zum Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie berufen. Er und Prof. Dr. Thomas Vogl, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, waren maßgeblich an der Gründung der interdisziplinären gastrointestinalen Tumorkonferenz (Tumorboard) im November 2003 beteiligt. Von Januar bis August 2007 wurden Prof. Dr. Stefan Zeuzem (Direktor der Medizinischen Klinik 1), Prof. Dr. Claus Rödel (Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie) und Prof. Dr. Hubert Serve (Direktor der Medizinischen Klinik 2) berufen. Im September 2007, also noch im gleichen Jahr, fand das erste Treffen zur Planung der Gründung eines zertifizierten Darmzentrums statt. Nicht zuletzt aufgrund der vergleichbaren Altersstruktur der Klinikchefs funktioniere die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen "nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag", so Prof. Dr. Jörg Trojan, Koordinator des Universitären Darmkrebszentrums. Das spiegelt sich in verschiedenen Bereichen wieder. So werden mehrmals wöchentlich die Befunde von Patienten mit gastrointestinalen Tumorerkrankungen und von Patienten mit anderen komplexen Krankheitsbildern, z.B. fortgeschrittenen Lebererkrankungen, gemeinsam von Gastroenterologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, internistischen Onkologen, Radiologen und anderen Fachleuten besprochen. Auf diese Weise wird gemeinsam festgelegt, welche Therapie die beste im Einzelfall ist. Um die Vernetzung noch weiter zu verbessern, wurde im Januar 2008 eine gemeinsame Ambulanz für gastrointestinale Onkologie gegründet.
Der Anspruch, den sich das Darmzentrum gestellt hat, ist hoch: Vorsorge, Diag-nostik, Therapie und Nachsorge auf medizinisch und wissenschaftlich höchstem Niveau sowie alle Möglichkeiten einer unterstützenden Behandlung aus einer Hand. Neben standardisierten Therapien bietet das Universitäre Darmkrebszentrum Patienten die Teilnahme an klinischen Studien mit dem Einsatz neuer Therapiekonzepte an.
Rund 70.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Darmkrebs, etwa 30.000 versterben daran. Damit steht Darmkrebs auf Platz zwei der tödlichen Krebserkrankungen. Da Darmkrebs meist aus zunächst gutartigen Polypen entsteht, ist eine effektive Vorsorge möglich. Früh genug erkannt, ist Darmkrebs heilbar.
Hintergrundinformationen zum Thema Darmkrebs finden Sie u. a. im Internet unter www.krebsinformationsdienst.de sowie
www.deutsche-krebsgesellschaft.de.
Frankfurt am Main, 27. Februar 2009
Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Stefan Zeuzem
Direktor der Medizinischen Klinik 1
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (069) 6301 - 51 22
Fax: (069) 6301 - 64 48
E-Mail: stefan.zeuzem@kgu.de
Internet: www.kgu-med1.de
Prof. Dr. Jörg Trojan
Oberarzt in der Medizinischen Klinik 1, Schwerpunkt Gastroenterologie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (069) 6301 - 78 60
Fax: (069) 6301 - 83 776
E-Mail: trojan@em.uni-frankfurt.de
Internet: www.kgu-med1.de
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 - 77 64
Fax: (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet: www.kgu.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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