Tagung des Kreises junger Thomas Mann-Forscher in Kooperation mit dem Germanistischen Seminar der Universität Mannheim
Die Nachwuchswissenschaftler in der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Lübeck e.V. veranstalten am 13. und 14. März 2009 gemeinsam mit dem Germanistischen Seminar der Universität Mannheim eine Tagung zum Thema "Thomas Mann und die Ökonomie". Die Vorträge sind öffentlich und kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Den Abendvortrag am 13. März zum Thema "Ökonomie im Werk Thomas Manns" hält Prof. Dr. Jochen Hörisch. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Vortrag findet in Hörsaal O 169 im Ostflügel des Schlosses statt.
Als Kaufmannssohn war sich Thomas Mann der großen Bedeutung des Geldes und der ökonomischen Beziehungen zeitlebens sehr bewusst. Wirtschaftliche Zusammenhänge spielen in seinem Werk eine große Rolle: Als Beispiel mag Joseph dienen, der als Ernährer segensreich in Ägypten wirtschaftet. Der Workshop des Kreises der jungen Thomas Mann-Forscher möchte den verschiedenen wirtschaftlichen Aspekten im Werk Thomas Manns nachgehen. Zugleich aber sollen auch die Bezüge der verschiedenen zeitgenössischen Diskurse um Geld und Ökonomie zu Thomas Manns Werk herausgearbeitet werden. Nicht zuletzt bleibt zu fragen, inwieweit der Künstler Thomas Mann seine Werke nach ökonomischen Prinzipien konzipierte. Die Veranstaltung wird gefördert durch ABSOLVENTUM MANNHEIM, den Alumniverein der Universität, die Heinrich-Vetter-Stiftung und die Otto-Mann-Stiftung.
Der Kreis junger Thomas Mann-Forscher setzt sich aus Forscherinnen und Forschern aller Phasen der wissenschaftlichen Qualifikation (vom Studium bis zur Habilitation) zusammen. Seit 1994 trifft er sich begleitend zu den Tagungen der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft in Lübeck. Seit 2004 finden zudem regelmäßig eigene Tagungen des Kreises statt. Mit dem Kreis verbindet sich die Idee eines universitätsübergreifenden Austauschs über laufende Forschungsprojekte des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Programm
Freitag, 13. März 2009, Raum O 48/50 (Schloss, Ostflügel)
15.00 Uhr
Sebastian Hansen (Düsseldorf): Thomas Manns "politische Ökonomie" während des zweiten Dreißigjährigen Kriegs
15.30 Uhr
Anna Kinder (Heidelberg): Reflexe der kapitalistischen Moderne in den Romanen Thomas Manns
16.00 Uhr
gemeinsame Diskussion zu den beiden Vorträgen
16.15 Uhr Pause
16.30 Uhr
Alke Brockmeier (Göttingen): Kapitalismuskritik im Märchen: Thomas Manns "Königliche Hoheit"
17.00 Uhr
Tatjana Kielland Samoilow (Trondheim): Der Unternehmer in "Buddenbrooks" und Alexander Kiellands "Garman & Worse"
17.30 Uhr
gemeinsame Diskussion zu den beiden Vorträgen
18.00 Uhr Pause
19.30 Uhr
Abendvortrag: Prof. Dr. Jochen Hörisch, Raum O 169 (Schloss, Ostflügel)
Samstag, 14. März 2009, Raum O 48/50 (Schloss, Ostflügel)
10.00 Uhr
Tim Lörke (Berlin): Überbietungsästhetik. Zu Thomas Manns Marketing
10.30 Uhr
Felix Oehmichen (Hamburg): "Raubbau getrieben, Saatfrucht vermahlen" - Unökonomisches in Thomas Manns frühen Erzählungen
11.00 Uhr
gemeinsame Diskussion zu den beiden Vorträgen
11.30 Uhr Pause
11.45 Uhr
Frank Weiher (Düsseldorf): Geplatzte Finanzträume und liquide Individualität. Felix Krulls Verhältnis zu Geld, Luxus und Mondänität in Hinblick auf die derzeitige Finanzkrise
12.15 Uhr
Miriam Albracht (Düsseldorf): Joseph, Roosevelt, Obama - der
Ruf nach einem New-Deal in Zeiten der Krise
12.45 Uhr
gemeinsame Diskussion zu den beiden Vorträgen
Kontakt:
Regine Zeller
Sprecherin des Kreises der jungen Thomas Mann-Forscher
Tel.: 0621 - 181 2323
E-Mail: regine-zeller@uni-mannheim.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Sprache / Literatur, Wirtschaft
regional
Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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