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06.03.2009 16:10

Virtuelles Studio für unterwegs

Dr. Michael Eckardt Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Die Juniorprofessur Augmented Reality präsentiert auf der CeBit 2009 neue Möglichkeiten für Spezialeffekte in Film und Fernsehen

    Unter dem Namen "VirtualStudio2Go" zeigt das Team von Juniorprofessor Oliver Bimber auf dem diesjährigen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" einen neuartigen Ansatz aus dem Bereich Digital Video Composition.

    Spezialeffekte in Film und Fernsehen werden in der Regel in speziellen, so genannten virtuellen Studios erzeugt. Schwierig wird es allerdings, diese Effekte in beliebigen, realen Umgebungen außerhalb von Filmstudios zu erreichen. Wenn z. B. Spezialeffekte für Filme gedreht werden sollen, muss dies im Studio geschehen oder Bluescreens in die Kulisse des realen Drehorts eingebaut werden - eine technisch sehr aufwändige Variante.

    Das innerhalb der Juniorprofessur Augmented Reality (Erweiterte Realität) entwickelte System erlaubt es, Video Compositing Effekte ohne Studio und ohne großen Aufwand zu erzeugen. Gelöst wird dieses Problem durch die Verwendung synchronisierter Projektoren, Filmkameras und Hochgeschwindigkeits-LED-Beleuchtungen. Die dafür verwendeten Komponenten und die dafür entwickelte Softwaretechnik haben den Vorteil, dass sie technisch kompakt sowie mobil sind und es so ermöglichen, Spezialeffekte auch außerhalb des Studios, also sehr flexibel "direkt im Wohnzimmer" zu realisieren. Neu ist auch, dass durch die Technologie zusätzliche Informationen für Schauspieler oder Moderatoren eingeblendet werden können. Normalerweise sieht der Moderator in virtuellen Studios die später eingeblendeten Informationen nicht. Mit der VirtualStudio2Go-Technologie können solche Hinweise nun unterstützend projiziert werden, da die Informationen im Kamerabild durch das System wieder herausgefiltert wurden.

    Heutzutage finden LEDs in Studios immer größere Verbreitung, weil sie einen Weißpunkt besitzen, der dem von Tageslicht ähnlich ist, wenig Strom verbrauchen und wenig Hitze entwickeln. Das von der Juniorprofessur entwickelte Beleuchtungssystem wird mit hoher Geschwindigkeit ein- und ausgeschaltet und zugleich mit Projektoren und der Studiokamera elektronisch synchronisiert, um Szeneninhalte, wie Vorder- und Hintergrund, digital zu extrahieren.

    Erste Ergebnisse sind in folgendem Video zu sehen:
    http://www.uni-weimar.de/medien/ar/Pub/VS2GO.avi

    "VirtualStudio2Go" ist Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts "Augmented Studio". Informationen zur Forschungsarbeit der Augmented-Reality-Gruppe finden Sie auf der Website der Professur unter http://www.uni-weimar.de/medien/ar.

    Die Juniorprofessur präsentiert sich 2009 bereits das fünfte Mal auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft":

    CeBIT 2009, Hannover
    3. bis 8. März 2009
    Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft"
    Halle 9, Stand D04
    http://www.cebit.de


    Bilder

    Mit Hilfe der VirtualStudio2Go-Technik sind Spezialeffekte in Film und Fernsehen auch außerhalb von Spezialstudios möglich.
    Mit Hilfe der VirtualStudio2Go-Technik sind Spezialeffekte in Film und Fernsehen auch außerhalb von ...
    Quelle: Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien

    Diplom-Mediensystemwissenschaftler Anselm Grundhöfer am CeBit-Stand im Gespräch mit dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, Prof. Christian C. Juckenack
    Diplom-Mediensystemwissenschaftler Anselm Grundhöfer am CeBit-Stand im Gespräch mit dem Staatssekret ...
    Quelle: Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Medien


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Mit Hilfe der VirtualStudio2Go-Technik sind Spezialeffekte in Film und Fernsehen auch außerhalb von Spezialstudios möglich.


    Zum Download

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    Diplom-Mediensystemwissenschaftler Anselm Grundhöfer am CeBit-Stand im Gespräch mit dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, Prof. Christian C. Juckenack


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