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11.03.2009 15:00

DJI Online Thema 2009/03: Gutes Team - Quantitative und qualitative Sozialforschung am DJI

Andrea Macion Öffentlichkeitsarbeit/Wissenschaftliches Referat beim Vorstand
Deutsches Jugendinstitut e.V.

    Politik und Fachpraxis haben einen großen Bedarf an empirischen Daten, die sowohl in der Breite als auch in der Tiefe Aufschluss geben über Lebenslagen, Einstellungen und Verhaltensweisen von Kindern, Jugendlichen und Familien in dieser Gesellschaft. Am DJI gibt es zahlreiche empirische Forschungsprojekte. Zur Erhebung von Informationen werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Ob eher quantitative oder qualitative Methoden zum Einsatz kommen oder ob beide Verfahren einander ergänzend verwendet werden, hängt in erster Linie vom Untersuchungsgegenstand, vom Erkenntnisinteresse bzw. der wissenschaftlichen Fragestellung ab.

    Die Unterteilung in quantitative und qualitative Sozialforschung geht auf eine wissenschaftliche Kontroverse des 19. Jahrhunderts zurück: ob die Sozialwissenschaften nach naturwissenschaftlichem Vorbild Zusammenhänge erklären und quantitativ (statistisch) messen sollen oder nach geisteswissenschaftlichem Vorbild den Sinn von subjektiven und sozialen Phänomenen umfassend qualitativ beschreiben und verstehen sollen. Diese rigide dualistische Einteilung ist jedoch heute überkommen; es finden sich aber weiterhin Schwerpunktsetzungen. Häufig werden auch beide Methoden kombiniert. Dabei stehen beide Konzepte nicht für klar abgegrenzte wissenschaftstheoretische Programme, sondern geben als Sammelbezeichnungen nur breit gefächerte methodologische Richtungsangaben vor.

    Der quantitativ-qualitative Methodenmix ist eines von mehreren möglichen Verfahren, die unter dem Oberbegriff Triangulation in die Sozialforschung Eingang gefunden haben. So wird unter Triangulation die Kombination verschiedener methodischer Zugänge verstanden, mittels derer der Forschungsgegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird, um die Validität der Ergebnisse zu sichern und zu erhöhen.

    Die zahlreichen empirischen Forschungsprojekte des DJI wenden je nach wissenschaftlicher Fragestellung und Untersuchungsgegenstand unterschiedliche Methoden bei der Datenerhebung an. Neben standardisierten Erhebungsmethoden, die Bestandteil der gesamten Surveyforschung sind, nutzen einige Projekte auch leitfadengestützte Interviews oder narrative Interviews zur Erhebung nicht standardisierter Daten. Eine Auswahl aktueller multimethodischer DJI-Projekte wird in "Auf einen Blick" vorgestellt.

    Zum Teil dienen explorative Qualitativerhebungen dazu, breiter angelegte quantitative Untersuchungen vorzubereiten. In anderen Fällen werden auf der Basis quantitativer Ergebnisse vertiefende Zusatzstudien mittels qualitativer Verfahren durchgeführt. So auch im DJI-Projekt "Verbesserung der beruflichen Integration von AbsolventInnen von Förderschulen": aufsetzend auf Daten einer quantitativen Längsschnittbefragung werden mit ausgewählten SchülerInnen sowie deren Lehrkräften aus Schule, Weiterbildung und Lehre Leitfaden gestützte Interviews geführt. Dr. Boris Geier und Irene Hofmann-Lun vom DJI-Forschungsschwerpunkt "Übergänge in Arbeit" erläutern im "Interview" das genauere methodische Vorgehen.

    Christian Erzberger (Gesellschaft für innovative Sozialforschung) veranschaulicht in seinem "Blick von außen" an einem Beispiel, warum er zu den Befürwortern einer integrativen Sozialforschung zählt.

    Ergänzt wird das Thema durch eine Übersicht von Publikationen, die von DJI-MitarbeiterInnen zu methodischen Fragestellungen verfasst wurden.


    Weitere Informationen:

    http://www.dji.de/thema/0903


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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