Immer wieder plagen Bakterien, Viren oder Parasiten die Menschen. Professor Christof R. Hauck ist Inhaber des Lehrstuhls für Zellbiologie und beschäftigt sich seit rund 15 Jahren mit den zellbiologischen Grundlagen von Infektionen. In der aktuellen Folge der Interviewreihe "Im Gespräch" geht es darum, was den Menschen für Mikroben so anziehend macht und wie Erreger die Immunabwehr des Menschen aushebeln.
Der Mensch ist ständig von Bakterien umgeben, wovon aber nur ein Bruchteil krankmachende Eigenschaften hat. Auch solchen Krankheitserregern sind wir nicht schutzlos ausgeliefert. "Unser Körper hat viele bakterizide Mechanismen, die grundsätzlich Keime in Schach halten und dafür sorgen, dass die Besiedlung mit Bakterien auf die Körperoberfläche oder den Darm beschränkt bleibt", sagt Hauck. Doch leider sind krankmachende Erreger oft erstaunlich gute "Zellbiologen", welche diese Abwehrmechanismen gezielt aushebeln können. "Unsere körpereigenen Abwehrmechanismen setzen fast immer an der Außenhaut der Bakterienzelle an. Manche Bakterien bilden deshalb eine Kapsel aus quasi inertem Material oder ahmen die Oberflächeneigenschaften unserer Körperzellen nach, so dass sie nicht als fremd erkannt und nicht angegriffen werden. Andere Bakterien dringen gleich ganz in unsere Körperzellen ein und bleiben in diesem geschützten intrazellulären Raum, wo sie für viele unserer Abwehrstoffe, wie beispielsweise Antikörper, nicht zu erreichen sind", erklärt Hauck.
Wie unterscheiden sich die gefährlichen von den harmlosen Bakterien? Inwieweit ist unser Immunsystem lernfähig?
Antworten auf diese Fragen und das ganze Interview:
http://www.uni-konstanz.de/news/imgespraech/
Prof. Christof R. Hauck
Quelle: Foto: Universität Konstanz / Pressestelle
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch

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