idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
17.03.2009 08:45

Erbgutschäden durch Umwelteinflüsse: Professor Günter Speit mit GUM-Preis ausgezeichnet

Willi Baur Pressestelle
Universität Ulm

    Professor Günter Speit vom Institut für Humangenetik der Universität Ulm ist dieser Tage von der Gesellschaft für Umwelt-Mutationsforschung (GUM) mit dem GUM-Preis 2009 ausgezeichnet worden. Die deutschsprachige Sektion der Europäischen Mutagenitätsgesellschaft (EEMS) mit rund 400 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz würdigte damit die Verdienste Speits um die Mutationsforschung und die Gesellschaft selbst.

    Der mit 2500 Euro dotierte Preis ist jetzt zum zwölften Mal seit 1979 vergeben worden, mit dem Ulmer Wissenschaftler allerdings erst zum zweiten Mal an einen Humangenetiker.
    Freuen durfte sich bei der Jahrestagung der Gesellschaft in Wien auch Dr. Kristina Trenz. Die Biologin, die an der Uni Ulm studiert und in der Arbeitsgruppe von Professor Speit promoviert hat, erhielt den GUM-Preis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler". Sie war nach ihrer Promotion an das London Research Institute gewechselt und erforscht nun dort Fragen der Stabilität des Erbguts.
    Umwelt-Mutationsforschung beschäftigt sich mit Schäden am Erbgut (DNA), die durch Umwelteinflüsse verursacht werden, durch Strahlen oder Chemikalien etwa. "Dabei geht es um das Verständnis der Mechanismen, die zu solchen Schäden führen und die Möglichkeiten der Zelle beziehungsweise des Organismus, diese Schäden zu reparieren", erklärt Professor Günter Speit und ergänzt: "Nicht vollständig reparierte DNA-Schäden können zu vererbbaren Veränderungen führen und diese Mutationen sind bekanntlich eine wesentliche Ursache der Krebsentstehung." Deshalb solle die Umwelt-Mutationsforschung "dazu beitragen, solche Risiken zu erkennen, um den Menschen vor einer Belastung mit mutagenen Substanzen zu schützen". Mit dem Nachweis solcher Substanzen beschäftigt sich die Arbeitsgruppe von Professor Speit seit vielen Jahren, ebenso mit den Zusammenhängen zwischen DNA-Schädigung wie -Reparatur und der Entstehung von Mutationen und Krebs. Dem Ulmer Forscher zufolge sind aus diesen Untersuchungen bisher mehr als 150 wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Günter Speit, Tel. 0731/500-65440


    Bilder

    Professor Günter Speit
    Professor Günter Speit
    Quelle: Uni Ulm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

    Professor Günter Speit


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).