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18.03.2009 12:12

Studie bestätigt: Bei geringeren Ressourcen höheres subjektives Wohlbefinden

Thoralf Dietz Referat für Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen
Universität Passau

    Für qualifizierte berufliche Aufgaben werden verstärkt Schlüsselqualifikationen erwartet; Fachkompetenz tritt häufig in den Hintergrund. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die die Passauer Privatdozentin Dr. Petia Genkova im Fach Psychologie angefertigt hat. "Dies verändert den biografischen Druck, die eigene Karriere- und Lebensplanung in bestimmte Muster zu zwingen. Um erfolgreich zu sein, erfordert dies eine permanente Betrachtung der eigenen Situation und dabei eine Entwicklung der Persönlichkeit." In einer eigenen Studie zeigt sie zudem, dass größerer Wohlstand nicht automatisch ein höheres Wohlbefinden bewirkt.

    Vor diesem Hintergrund hat die Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologin PD Dr. Petia Genkova von der Universität Passau Einzelanalysen aus der Ökonomie, Pädagogik, Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie zusammengestellt. Das Ergebnis sind zwei Aufsatzbände: "Erfolg durch Schlüsselqualifikationen" und "Lernen und Entwicklung im globalen Kontext".

    Die thematischen Schwerpunkte:
    - Schlüsselqualifikationen und Leistungsgerechtigkeit
    - Muster der Sozialisation und Selbstsozialisation
    - Diversity und (inter)kulturelles Lernen
    - Bildung, Selbstentwürfe und Autonomie in neuen Lehr- und Lernkonzepten
    - Bewältigungsstrategien in der Berufsbiografie

    Petia Genkova trägt mit einer eigenen Studie bei: "Subjektive Lebenszufriedenheit - kulturelle Einflussvariablen oder wie die Kultur uns 'einredet', was uns glücklich machen soll". Die Wissenschaftlerin kommt unter anderem zu folgenden Ergebnissen: "Westliche Theorien von psychischem Wohlbefinden unterliegen einem individuellen Selbstkonzept: Individuen werden sozialisiert, indem sie getrennt von anderen aufwachsen. Ostasien betont dagegen ein sozial orientiertes, situationszentriertes, interdependentes Selbst. Der Selbstwert ist in individualistischen Kulturen ein stärkerer Prädiktor für Lebenszufriedenheit als in kollektivistischen."

    Überraschend: "Hohes subjektives Wohlbefinden existiert in Ländern, die ein niedriges Niveau an Ressourcen haben." Die Menschen leben hier mit niedrigeren Erwartungen. "Dabei tritt auch der Halo-Effekt ein, wobei Personen mit hohem subjektiven Wohlbefinden mehr Elemente ihres Lebens positiv bewerten, als es objektiv ausweist ..."

    Petia Genkova (Hrsg.): Erfolg durch Schlüsselqualifikationen?
    Pabst Science Publishers, Lengerich/Berlin, 332 Seiten, ISBN 978-3-89967-453-8

    Petia Genkova, Andrea Abele (Hrsg.): Lernen und Entwicklung im globalen Kontext.
    Pabst Science Publishers, Lengerich/Berlin, 328 Seiten, ISBN 978-3-89967-477-4

    ************************************
    Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an PD Dr. Petia Genkova, Tel. 0851/509-2608, E-Mail: petia.genkova@uni-passau.de, oder an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Psychologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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