idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
19.03.2009 10:00

Ökologisches Schülerlabor wagt Forscherblicke in die Zukunft

Franz-Georg Elpers Pressestelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

    Uni Osnabrück schafft Angebot für regionale Schulen - Wegweiser für Studium - DBU fördert

    Osnabrück. "Viele Schulen haben heute zwar einen Biologie- und Chemieraum, aber meistens bleibt es bei den klassischen Versuchen mit Bunsenbrenner und Erlenmeyerkolben, die in einer Schulstunde Ergebnisse liefern", bedauerte heute Dr. Knut Jahreis, Privat-Dozent am Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück. Deshalb initiierte er mit Kollegin und Biologiedidaktikerin Prof. Dr. Susanne Menzel ein neues Projekt: ein Lernlabor für alle weiterführenden Schulen der Osnabrücker Region. Damit sollen die experimentellen Möglichkeiten zunächst ab der neunten Klasse für Schulen verbessert werden, um vor allem umwelt- und naturschutzrelevante Themenfelder wie Gewässer- und Boden-Ökologie, Biodiversitätsforschung sowie angewandte Genetik, in den Unterricht mit einzubinden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Vorhaben mit 123.000 Euro. Den Förderbescheid übergab DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute an Jahreis und Menzel im Lernlabor.

    Brickwedde freute sich: "Das Lernlabor ist eine tolle Sache! Es ist nicht nur spannend, sondern auch grundlegend wichtig für die heranwachsende Generation, sich mit zukunftsweisenden, ökologischen Fragestellungen zu beschäftigen!" Die Schüler werden sich im Unilabor beispielsweise damit auseinandersetzen, wie sich gentechnisch veränderte Pflanzen experimentell aufspüren lassen. Auch lernen sie, wie Krankheitserreger von der durch Zecken übertragenen, gefährlichen Infektionskrankheit Borreliose frühzeitig nachgewiesen werden können. Oder die Schüler bekommen eine Einführung in ökologische Zusammenhänge durch eine systematische Analyse von Bodenproben, die an unterschiedlichen Standorten gesammelt wurden. Durch die Bestimmung der in den Bodenproben vorkommenden Lebewesen lassen sich auch Rückschlüsse auf die Artenvielfalt ziehen.

    Jahreis betonte, die Experimente im Labor sollten Schülern auch als Orientierungshilfe für ein späteres naturwissenschaftliches Studium dienen. Besonders begabten Schülern solle eine Art Frühstudium ermöglicht werden, in dem auch eine Facharbeit an der Uni geschrieben werden könne. Lehramtsstudierende der Biologie sollen bereits während ihres Studiums gemeinsam mit Schülern im Labor naturwissenschaftliche Schlüsselthemen der Biotechnologie, Biodiversitäts- und Evolutionsforschung erarbeiten. Und auch gestandene Lehrer könnten sich durch spezielle Fortbildungsangebote berufsbegleitend weiterqualifizieren.

    Langfristig solle nicht nur ein Angebot für Gymnasien, Real- und Hauptschulen entwickelt werden, sondern insbesondere auch für Grundschulen, ergänzte Menzel. "Noch viel zu selten werden in Deutschland naturwissenschaftliche Experimente für Kinder unter zehn Jahren in und vor allem außerhalb der Schule angeboten!"

    Einmal im Jahr werde der Fachbereich Biologie eine "Lange Nacht der Biologie" gemeinsam mit dem Naturkundemuseum und dem Naturwissenschaftlichen Verein Osnabrück veranstalten, kündigte Jahreis an.


    Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dbu.de/123artikel28662_106.html


    Bilder

    Im neuen Schülerlabor erklärt die Masterstudentin Franziska Hickmann aus dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück dem Carolinum-Schüler Patrick Tillmann, wie die DNA aus verschiedenen Lebensmittelproben isoliert und weiter untersuchen werden kann. Die DBU fördert die Experimente, die sich zukunftsweisenden, ökologischen Fragestellungen widmen.
    Im neuen Schülerlabor erklärt die Masterstudentin Franziska Hickmann aus dem Fachbereich Biologie/Ch ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Pädagogik / Bildung, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

    Im neuen Schülerlabor erklärt die Masterstudentin Franziska Hickmann aus dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück dem Carolinum-Schüler Patrick Tillmann, wie die DNA aus verschiedenen Lebensmittelproben isoliert und weiter untersuchen werden kann. Die DBU fördert die Experimente, die sich zukunftsweisenden, ökologischen Fragestellungen widmen.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).