Öffentlicher Vortrag der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina zu dem Thema
"Apoptose und Krebs"
Prof. Dr. Peter H. Krammer ML, Heidelberg
Termin: Dienstag, 24. März 2009, 17.30 Uhr
Ort: Vortragsgebäude der Akademie Leopoldina
Emil-Abderhalden-Straße 36, 06108 Halle (Saale)
Apoptose, programmierter Zelltod, ist die häufigste Form des Zelltodes im Körper. Bei Tumorzellen ist Apoptose sehr oft dysreguliert. Das Gleichgewicht zwischen Apoptose und Wachstum im normalen Organismus ist hier in Richtung "zu wenig" Apoptose und "zu viel" Wachstum verschoben. Besonders Tumorstammzellen und Tumore, die mit Chemotherapeutika behandelt sind, zeigen eine relative Apoptoseresistenz. In unseren Arbeiten haben wir wesentliche Signalmechanismen der Apoptose aufgeklärt und Moleküle definiert, die für Apoptoseresistenz von Bedeutung sind. Zukünftige Arbeiten zielen darauf, Apoptoseresistenz zu brechen und Tumorzellen wieder für Apoptose zu sensibilisieren, um sie damit der Therapie zugänglich zu machen.
Peter H. Krammer: Professor für Immunologie am DKFZ in Heidelberg; Forschungsschwerpunkte: CD95, sein Signalmechanismus und seine Rolle in der Physiologie und in Krankheiten, Sensitivität und Resistenz bei Apoptose und deren Rolle im Immunsystem und in Krankheiten.
Seit 2004 ist Peter H. Krammer Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und gehört der Sektion Mikrobiologie und Immunologie an.
Kontaktadresse: Prof. Dr. Peter H. Krammer, Abteilung Immungenetik, Forschungsschwerpunkt Tumorimmunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg
Zur Akademie Leopoldina
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaft¬lerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung. Im Juli 2008 wurde die Leopoldina im Rahmen eines Festaktes offiziell zur Nationalen Akademie der Wissenschaften in Deutschland ernannt.
Der Leopoldina gehören zur Zeit etwa 1300 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 31 Mitglieder der Leopoldina.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch

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