Hochmoderne akademische Optikausbildung in Jena

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26.03.2009 11:05

Hochmoderne akademische Optikausbildung in Jena

Manuela Heberer Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Universität Jena stellt die Weichen für die Ausbildung exzellenter Fachkräfte

    Jena (26.03.09) Die Region Jena ist einer der erfolgreichsten Optikstandorte in Europa und trägt entscheidend zum Erfolg der Optischen Technologien in Deutschland und der Welt bei. Eine große Zahl von qualifizierten Akademikern und Facharbeitern bildet das personelle Rückgrat der deutschen optischen Industrie - allerdings ist schon heute ein dramatischer Fachkräftemangel in den kommenden Jahren abzusehen. Um diesem Trend entgegenzuwirken und insbesondere den Ruf Jenas als international anerkanntem Zentrum der Optik langfristig zu sichern, modernisiert und restrukturiert die Friedrich-Schiller-Universität Jena die Ausbildung von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren mit dem Schwerpunkt Optik und Photonik.

    "Ein entscheidender Schritt in diese Richtung war die Gründung der 'Abbe School of Photonics' im Jahr 2008, in der die gesamte Master- und Doktorandenausbildung auf dem Gebiet der Optik und Photonik koordiniert und durchgeführt wird", sagt Prof. Dr. Falk Lederer vom Institut für Festkörpertheorie und -optik. "Damit soll sich Jena in den nächsten Jahren zu einem europäischen Zentrum für Aus- und Weiterbildung in der Optik und Photonik entwickeln", so der Photonik-Koordinator der Universität Jena weiter.

    Unter dem Dach der 'Abbe School of Photonics' bietet die Friedrich-Schiller-Universität Jena das englischsprachige Masterprogramm "Photonics" an. Das Studienprogramm umfasst alle modernen Gebiete der Optik/Photonik in einer ausgewogenen Mischung von theoretischer und experimenteller Grundlagenausbildung bis hin zu den modernsten optischen Technologien. Im Masterprogramm gibt es eine von der EU geförderte Zusammenarbeit mit weiteren anerkannten Zentren der Optikausbildung in Europa, u. a. dem Imperial College in London, dem Instituté de Optique in Paris-Orsay und der Karlsruhe School of Photonics.

    Jetzt unterstützen Bundesregierung, Freistaat Thüringen und die deutsche optische Industrie für zunächst drei Jahre weitere Anstrengungen in diese Richtung in Form einer Private-Public-Partnership. So stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Stipendien in Höhe von 2,6 Millionen Euro für Masterstudierende aus dem Ausland zur Verfügung. Die optische Industrie finanziert mit 800.000 Euro Juniorprofessuren und Tutoren. Der Freistaat Thüringen fördert das Projekt im Rahmen der ProExzellenz-Initiative mit 4,5 Millionen Euro. Damit können nun weitere Stipendien, Juniorprofessuren, Tutoren, Gastprofessuren international führender Wissenschaftler, Laborausrüstungen für Juniorprofessuren und nicht zuletzt der Aufbau eines Optik-Praktikums auf höchstem wissenschaftlichen Niveau finanziert werden.

    "Als Alleinstellungsmerkmal der Region Jena wird dieses Praktikum alle Aspekte einer hochmodernen Optik-Ausbildung umfassen", betont Lederer. Durch Investitionen in Höhe von rund einer Million Euro können so modernste Experimente zur Lasertechnik, Ultrakurzpulstechnik und nichtlinearen Optik durchgeführt werden. Moderne röntgenoptische und Mikroskopieverfahren, wie Rastersonden- und Zweiphotonenmikroskopie, sowie Experimente zu optischen Verfahren in der Biologie, wie die optische Pinzette, runden das Praktikum ab. Dieses wird auch der Fachhochschule Jena und der Jenaer Akademie für Lebenslanges Lernen e. V. (JenALL) zur Weiterbildung von in der Industrie tätigen Wissenschaftlern zur Verfügung stehen. "Damit stellt Jena ein exzellentes Ausbildungszentrum auf dem Gebiet der Optik/Photonik für die Fachkräfte von morgen dar", ist sich Prof. Lederer von der Universität Jena sicher.

    Eine Einschreibung für den Masterstudiengang "Photonics" ist nur zum Wintersemester möglich. Die Bewerbungsfrist läuft für ausländische Studieninteressierte bis zum 15. Juli, für inländische Bewerber bis zum 15. September.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Falk Lederer
    Institut für Festkörpertheorie und -optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Fröbelstieg 1, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 947170
    E-Mail: falk.lederer[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.master.uni-jena.de/ - zu den Master-Programmen
    http://www.asp.uni-jena.de/ - zur Abbe School of Photonics


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Physik / Astronomie
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


    Der Photonik-Koordinator der Universität Jena: Prof. Dr. Falk Lederer.


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    Die Ausbildung im Bereich Optik und Photonik wird an der Universität Jena weiter ausgebaut und modernisiert.


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