Fünf Jahrhunderte Kunst- und Musikgeschichte in einem Band
86 Bildnisse von Komponisten und Komponistinnen und 86 dazugehörige Essays, kurzum ein Epochenüberblick von der Renaissance bis zur Gegenwart - das bietet der große Reclam-Bildband "Komponistenportraits" von Prof. Dr. Dietrich Erben, Professor für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Die Pinakothek reicht von Pierluigi da Palestrina (1554) über Antonio Vivaldi (1723) und Ludwig van Beethoven (1820) bis hin zu Luigi Nono (1986), und enthält neben weltberühmten Komponisten auch die Bilder, Fotografien, Skulpturen und Plastiken von weniger bekannten Musikern.
Erben wirkt mit seinem Bildband einem Trend entgegen, der die Bilder der Komponisten zugunsten der Interpreten in den Hintergrund drängt.
Vereinigung von Kunst- und Musikgeschichte
Eine Vielzahl von Musikern und Instrumentalisten bedienen sich aus dem Kanon der klassischen Repertoirewerke, die größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Die Komponisten dieser Stücke werden in diesem Band chronologisch vorgestellt. Die Mehrheit der dargestellten Musiker ist dem Leser vermutlich durch Konzert-, Radio- oder CD-Programme bekannt. Aber auch weitgehend unbekannte Komponisten haben den Weg in Erbens Bildband gefunden. Namen wie Nicholas Lanier erscheinen neben weltberühmten Größen der Musikgeschichte wie etwa Guiseppe Verdi oder Wolfgang Amadeus Mozart. Die Bildnisse stammen teilweise von nicht weniger bekannten Künstlern wie Salvador Dalí, Pablo Picasso oder Joan Miró.
Portraits als historische Zeugnisse
In ihren Werken spiegeln sich die gesellschaftliche Stellung und das Ansehen der Komponisten zu der jeweiligen Zeit wider. Das Besondere liegt laut Erben allerdings in der Beziehung zwischen Künstler und Komponist, die in den Bildnissen sichtbar wird. "In jedem Fall lassen sich die Portraits als Dokumente einer Künstlerbegegnung lesen, deren Reiz darin besteht, dass Vertreter zweier Künste jenseits der Sprache miteinander in Kontakt traten". Auf die Beziehungen, die von freundschaftlich bis kühl distanziert charakterisiert sind, geht Erben in seinen Essays ein.
Kunsthistoriker mit Hang zur Musik
"Erben schreibt eine luzide wissenschaftliche Prosa von schnörkelloser Eleganz (...). Ein Prachtband, den man jedem in die Hände wünscht, dem Musik und die Künste etwas bedeuten", schreibt die Neue Zürcher Zeitung, und ist damit nur eine von vielen, die den Bildband des Bochumer Professors loben. Dietrich Erben ist seit 2003 Professor für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität. Die Schwerpunkte seiner Arbeit und Forschung liegen in der politischen Ikonographie, der Architekturtheorie, der kunsthistorischen Komparatistik und der Institutionengeschichte.
Titelaufnahme
Dietrich Erben: Komponistenportraits. Von der Renaissance bis zur Gegenwart. 216 Seiten mit 86 Farbabbildungen. Reclam-Verlag, Stuttgart 2008.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Dietrich Erben, Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum, Tel: 0234/3224684, E-Mail: Dietrich.Erben@rub.de
Redaktion: Katja Bischof
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Musik / Theater
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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