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30.03.2009 13:42

Wandern ohne Todesangst!

Eva Goris Kommunikation
Deutsche Wildtier Stiftung

    Wandern ohne Todesangst!
    Deutsche Wildtier Stiftung fordert: Grenzen für Rotwild abschaffen

    Hamburg, 30. März 2009. Rothirsche gehen gerne auf Wanderschaft und legen mitunter über 100 km in wenigen Tagen zurück. Doch in den meisten Bundesländern Deutschlands sind wandernde Rothirsche nicht erwünscht: Von Rothirschen wird erwartet, dass sie sich an die Grenzen halten, die ihnen die Bundesländer verordnen. Nur in diesen Gebieten darf Rotwild leben. Außerhalb der behördlich festgeschriebenen Grenzen müssen die Tiere erlegt werden - sie sind unerwünscht. Denn Land- und Forstwirte haben Angst vor Schäden auf den Feldern und im Wald.

    Ein Aprilscherz? Mitnichten! "In zwölf unserer 16 Bundesländer gibt es sogenannte Rotwild-verbreitungsgebiete", kritisiert Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deut-schen Wildtier Stiftung. In Brandenburg werden die sogenannten Bewirtschaftungsbezirke für Schalenwild jetzt aufgehoben", lobt Freiherr von Münchhausen. Damit darf Rotwild in Bran-denburg auf Wanderschaft gehen. Die "Verordnung zur Aufhebung der Verordnung" zu den Rotwildgebieten tritt am 01. April in Kraft und bleibt hoffentlich kein Aprilscherz!

    Brandenburg reiht sich damit in die Länder ein, in denen Rotwild seinem natürlichen Wander-verhalten nachgehen darf. Bisher waren Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland Vorreiter. Im Süden Deutschlands haben Rothirsche dagegen nichts zu lachen: In Baden-Württemberg sind dem Rotwild nur vier Prozent der gesamten Landesfläche als Le-bensraum verordnet - selbst Hamburg liegt mit sieben Prozent noch darüber. Und im bayeri-schen Landesjagdgesetz heißt es: "Jagdreviere, soweit sie außerhalb eines Rotwildgebietes oder eines Wildgeheges liegen, sind rotwildfrei zu machen und zu halten." Das heißt für die Tiere: Wer auf Wanderschaft geht, wird erschossen!

    Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert, dass sich der Rothirsch wie jedes andere Wildtier sei-nen Lebensraum selbst suchen und auf Wanderschaft gehen darf. Nur so werden Gene aus-getauscht und Inzucht vermieden.

    Unter dem Titel "Freiheit für den Rothirsch" fand das 3. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung zum Thema Rotwildgebiete statt. Der Tagungsband kann für 22 Euro plus Versandkosten bei der Deutschen Wildtier Stiftung bestellt werden.


    Weitere Informationen:

    http://Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de
    http://Pressekontakt
    http://Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874,
    http://Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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