Zwanzig Jahre "African Development Perspectives Yearbook"

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31.03.2009 13:40

Zwanzig Jahre "African Development Perspectives Yearbook"

Eberhard Scholz Pressestelle
Universität Bremen

    Von Fragen der Industrialisierung bis hin zu Strategien der Armutsbekämpfung in Afrika

    Zwei Jahrzehnte afrikanischer Entwicklungen und Politikreformen im Fokus: Die Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven Bremen und das Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen haben jetzt den Band 14 des "African Development Perspectives Yearbook" für das Jahr 2009 veröffentlicht: Der Titel des englischsprachigen Bandes lautet "New Growth And Poverty Alleviation Strategies for Africa: Institutional And Local Perspectives" ("Neue Wachstums- und Armutsbekämpfungsstrategien für Afrika: Institutionelle und lokale Perspektiven"). Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Professor Karl Wohlmuth startete mit ihrer Arbeit bereits 1989 und gab seinerzeit den Band 1 mit dem Titel "Human Dimensions of Adjustment" ("Menschliche Dimensionen der Anpassung") heraus. Dieser Band fand sehr großes Interesse, weil eine neue und kritische Sicht auf die Vorschläge von internationalen Finanzorganisationen für Wirtschaftsreformen in Afrika präsentiert wurde.

    In den zwanzig Jahren von 1989 bis 2009 wurden immer wieder zentrale Fragen der afrikanischen Entwicklung unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Politikreformen behandelt. Wichtige Themen waren etwa: Industrialisierung auf der Basis landwirtschaftlicher Entwicklung; Energie für Afrikas Entwicklung; Aktive Arbeitsmarktpolitiken für Afrika; Regionale Chancen und Perspektiven der Beschäftigung; Governance und ökonomische Entwicklung; Economic Empowerment von kleinen Produzenten in Afrika; Afrikas Reintegration in die Weltwirtschaft; Privatsektorenentwicklung und Entrepreneurship Development in Afrika; Öffentliche und private Wirtschaftssektoren in Afrika im Gleichgewicht; Auswege aus dem Dilemma der Primärgüterexporte; Rohstoffabhängigkeit und Exportdiversifizierung in Afrika. Die letzten beiden Bände 13 (2008) und 14 (2009) des Jahrbuches behandeln das Thema der neuen Wachstums- und Armutsbekämpfungsstrategien für Afrika. Internationale, regionale, institutionelle und lokale Perspektiven werden diskutiert. Die Beiträge zu diesem Thema wurden vorab auf einer internationalen Konferenz in Bremen diskutiert.

    Die Forschungsgruppe hat mit diesen Bänden auch die internationale Diskussion über die afrikanischen Entwicklungsperspektiven beeinflusst - nicht nur durch diese Publikationen, sondern auch durch Workshops und Konferenzen, durch die Einwerbung von drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten, durch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für Gastprofessoren und Stipendiaten am IWIM in Bremen, durch die Besprechung von einschlägigen Büchern und Schriften von und über Afrika, durch den Aufbau von Netzwerken der internationalen Forschung über und mit Afrika, und durch die Übernahme von Beratungsaufgaben für internationale Organisationen in Afrika und über Afrikas Entwicklungsprobleme.

    Immer mehr afrikanische Autoren

    Ein internationales Netzwerk von Institutionen, Partnern und Experten wurde aufgebaut und ermöglichte es so, das Jahrbuch kontinuierlich weiter zu entwickeln. Im Laufe der Jahre gelang es auch, das Jahrbuch zu afrikanisieren, also afrikanische Herausgeber und Autoren einzubinden und die Themen noch stärker auf afrikanische Belange und Interessen abzustellen. Auch die Leserschaft hat sich mit den Jahren gewandelt: Immer mehr afrikanische Universitäten, Forschungsinstitute, private und öffentliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben das Jahrbuch für ihre Arbeit genutzt.

    Ein neues Projekt der Forschungsgruppe thematisiert die verhängnisvolle Tendenz der De-Industrialisierung in Afrika. Das neue Thema ist von hoher Politikrelevanz, weil vielfach nicht nur der Industriesektor in Afrika vor großen Problemen steht, sondern auch der Landwirtschaftssektor unter strukturellen Problemen leidet. Ziel der Arbeit ist es daher, die Grundlagen einer neuen Industrie- und Landwirtschaftspolitik für Afrika zu erarbeiten, die auf die Chancen und Risiken der Globalisierung Bezug nimmt.

    Weitere Information:

    Universität Bremen
    Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
    Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM)
    Prof. Dr. Karl Wohlmuth
    E-Mail: wohlmuth@uni-bremen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.iwim.uni-bremen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Politik
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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