Es ist eine Veranstaltung für nach wie vor wissbegierige, kommunikationsfreudige und jung gebliebene Rentner, deren berufliche Leidenschaft die Chemie war: das 2. Jahrrestreffen der Senior Experts Chemists (SEC). Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat nicht nur die Nachwuchsförderung auf ihre Fahnen geschrieben, auch die "Oldies" sollen fit bleiben und sich mit Gleichgesinnten treffen können. Vom 7. bis 9. Mai 2009 ist Hanau der Treffpunkt der SEC.
Alle werben um den Nachwuchs, so auch die GDCh. Aber dass die GDCh zudem für Senioren einige attraktive Arbeitskreise und jährlich eine interessante Tagung bietet, an der natürlich auch jüngere Wissenschaftler teilnehmen können, das ist keine Selbstverständlichkeit bei wissenschaftlichen Organisationen.
200 Teilnehmer werden zur Tagung erwartet, die bei Heraeus und im Industriepark Wolfgang stattfindet. Begrüßt werden sie vom ehemaligen GDCh-Präsidenten Professor Dr. Henning Hopf und vom ehemaligen GDCh-Schatzmeister Professor Dr. Heribert Offermanns. In einem Abendvortrag werden die Teilnehmer von Dr. Wulf Brämer, Leiter Innovationsmanagement der Heraeus Holding GmbH und Geschäftsführer des "Materials Valley e.V.", Hanau, in die Welt der Edelmetalle und der Materialforschung entführt.
Für viele Senioren war es schmerzlich, als die Hoechst AG, ein Chemieunternehmen von Weltgeltung, von der Bildfläche verschwand. Kein Geringerer als der Aufsichtsratsvorsitzende der AllessaChemie GmbH (hervorgegangen aus der ehemaligen Hoechst-Tochter Cassella), Dr. Karl-Gerhard Seifert, nimmt in seinem Vortrag Stellung zur "Deutschen Chemieindustrie zwischen Strategie und Vision am Beispiel der Hoechst AG". Nicht weniger interessant dürfte der Vortrag des Vorstandsvorsitzenden von Bayer Crop Science, Professor Dr. Friedrich Berschauer sein, der aufzeigt, wie mit modernem Pflanzenschutz und Agrarforschung der Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung begegnet werden kann. Chancen und Risiken der Stammzelltherapie, ein höchst aktuelles Forschungsthema, stellt Professor Dr. Stefanie Dimmeler, Mitglied des Deutschen Ethikrates, vom Klinikum der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt, vor.
Sieben weitere Vorträge, so über Freddy Mercurys Leben mit AIDS, über die Terra-Kotta-Armee oder zum Thema "Wein" mit anschließender Weinprobe, und eine Podiumsdiskussion zum Thema "Energie und Chemie - Was kommt nach Öl und Gas?" folgen, bevor der amtierende GDCh-Präsident, Professor Dr. Klaus Müllen, und GDCh-Geschäftsführer, Professor Dr. Wolfram Koch, die Senioren nach einer Aussprache verabschieden.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit über 28.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Die Seniorinnen und Senioren der Jahrgänge 1948 und früher sind mit über 6.000 Mitgliedern eine bedeutende Gruppe in der GDCh. Die SEC wurde als Arbeitsgemeinschaft im Oktober 2006 ins Leben gerufen und bietet allen nicht mehr oder nicht mehr voll im Berufsleben stehenden Chemikerinnen und Chemikern ein Netzwerk des gegenseitigen Austausches. Die Seniorexperten Chemie bringen ihre Erfahrungen in verschiedene Projekte ein, etwa internationaler Austausch, Schulpatenschaften zur Stärkung des naturwissenschaftlichen Unterrichts oder Öffentlichkeitsarbeit für eine bessere Wahrnehmung der Chemie.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Chemie, Gesellschaft, Werkstoffwissenschaften
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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