Starker Anstieg der eingeworbenen Drittmittel bestätigt die anerkannt guten Forschungsleistungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
In einem härter werdenden internationalen Wettbewerb zwischen den Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen gibt es zu einer klaren Profilbildung in der Forschung keine Alternative. "Strategisches Ziel der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist es daher, der Hochschule weltweit die ihrer Größe und Leistung entsprechende Bedeutung und Sichtbarkeit in der Forschungslandschaft zu bewahren und diese weiter auszubauen", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch,anlässlich der Präsentation des Jahresberichts 2008, "dass unsere Universität zu den forschungsstarken Hochschulen in Deutschland gehört, belegt aktuell der deutliche Anstieg der eingeworbenen Drittmittel um über 15 Prozent auf 77,3 Millionen Euro im Jahr 2008."
Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Profilbildung in der Forschung hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz im Juni 2008 eine Forschungsinitiative gestartet. In diesem Rahmen hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre besonderen Stärken und Alleinstellungsmerkmale in der Forschung identifiziert und in fünf interdisziplinär ausgerichteten Forschungszentren sowie in sieben weiteren sogenannten Forschungsschwerpunkten konzentriert. Sie werden in den Jahren 2008 bis 2011 im Rahmen des Programms "Wissen schafft Zukunft" seitens des Landes Rheinland-Pfalz mit rund 8,5 Millionen Euro unterstützt.
Im Zuge dieser Profilbildungsdiskussion hat die Universität auch ihre internen Forschungsförderinstrumente im Volumen deutlich aufgestockt und neu strukturiert. Dabei wurde eine geringere Zahl effektiver Einzelinstrumente bei gleichzeitig höherer Transparenz der Vergabeverfahren angestrebt. In Anlehnung an die Förderung der Forschungsschwerpunkte (Stufe II) und -Zentren (Stufe III) wird dieses Instrumentarium, das ab dem Haushaltsjahr 2009 die früheren Förderinstrumente ersetzt, als "Stufe I" bezeichnet. Für die inneruniversitäre Forschungsförderung stehen dann insgesamt gut neun Millionen Euro zur Verfügung, von denen bis zu fünf Millionen in einem kompetitiven Antragsverfahren ausge-schüttet werden können.
Erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln
Gradmesser für die anerkannt guten Forschungsleistungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die konstant erfreuliche Entwicklung der eingeworbenen Drittmittel, die sich im Jahr 2008 auf 77,3 Millionen Euro beliefen - eine deutliche Steigerung um mehr als zehn Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. "In den forschungsintensiven Bereichen liegt damit die Drittmitteleinwerbung pro Professor über dem deutschlandweiten Durchschnitt der jeweiligen Fächergruppe", so der Präsident, "das heißt: Der sprunghafte Anstieg der Drittmittel ist ein Beleg für das überdurchschnittlich starke Engagement und Leistungsspektrum der Mainzer Forscher."
Nach wie vor ist die DFG mit über 28,6 Millionen Euro (2007: 24,7 Millionen Euro) Hauptdrittmittelgeber der Universität und fördert Mainzer Wissenschaftler in elf Sonderforschungsbereichen, neun DFG-Forschergruppen und sieben DFG-Graduiertenkollegs sowie in zahlreichen Einzelprojekten. Daneben hat auch die Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 12,1 Millionen Euro deutlich zugenommen (2007: 9,9 Millionen Euro). So haben im vergangenen Jahr 18 neue vom BMBF geförderte Forschungsvorhaben mit der Arbeit begonnen. Weitere wichtige Drittmittelgeber sind die Europäische Union (EU) und eine Vielzahl privater Drittmittelgeber, z.B. Industrieunternehmen, mit denen Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität gemeinsame Forschungsprojekte durchführen.
Besondere Unterstützung erfährt die Spitzenforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durch eine außergewöhnliche Initiative der Boehringer Ingelheim Stiftung: Über einen Zeitraum von zehn Jahren fördert die Stiftung mit insgesamt 100 Millionen Euro die Errichtung und den Betrieb eines "Exzellenz-zentrums für Lebenswissenschaften". Damit erhält die Johannes Gutenberg-Universität eine der größten Privatspenden, die bislang in eine Wissenschaftseinrichtung an einer Hochschule geflossen sind. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich an der Gründung dieses Exzellenzzentrums und lässt ein neues Gebäude errichten, das renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Arbeitsbedingungen bieten soll. "Dieses neue Institut erfüllt von Größe und Ausstattung her internationale Standards der Spitzenforschung und erhöht weltweit die Sichtbarkeit unserer Universität", erklärt der Präsident, "so wird sich mit der Einrichtung eines Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften der Wissenschaftsstandort Mainz als ein international bedeutendes Zentrum für molekulare Medizin etablieren. Das Institut wird eine Brückenfunktion zwischen den Wirkstoff-orientierten Materialwissenschaften einerseits und der Medizin andererseits einnehmen und durch wissenschaftliche Synergien zwischen den Disziplinen das vor Ort vorhandene 'Know-how' ergänzen und verstärken."
Für eine neue Qualität der Kooperation in Forschung und Graduiertenausbildung steht schließlich auch das "Max Planck Graduate Center mit der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz". Ziel dieses innovativen Modells: eine international wettbewerbsfähige Graduiertenausbildung mit klarem Profil am Wissenschaftsstandort Mainz. Die sichtbare Partnerschaft mit der international bekanntesten deutschen Forschungseinrichtung verstärkt den Zugang zu den weltweit besten Doktorandinnen und Doktoranden, wodurch sich wiederum herausragende Forscher aus dem Ausland auch als Lehrende einbinden lassen. "Auch auf diese Weise wird der Mainzer Wissenschaftsstandort in seiner internationalen Sichtbarkeit deutlich aufgewertet", so der Präsident.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

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