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15.04.2009 10:03

"Der Staat und die Freiheit der Kommunikation": Vortrag in der "nachgedacht"-Reihe zum Grundgesetz

Dr. Annette Wiesheu Öffentlichkeitsarbeit
Akademie der Wissenschaften in Hamburg

    Unser Medienordnung und die Rolle von Grundgesetz und Bundesverfassungsgericht für ihre Entwicklung stehen im Mittelpunkt eines weiteren Vortragsabends in der Reihe "nachgedacht: 60 Jahre Grundgesetz" am 21. April 2009. Referenten sind der ehemalige Bundesverfassungsrichter, Prof. Wolfgang Hoffmann-Riem, und Wolfgang Schulz, Direktor am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Die Veranstaltung findet in der Bucerius Law School statt (Moot Court, Jungiusstraße 6, Hamburg) und beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen auf http://www.nachgedacht-hamburg.de

    Wie in kaum einem anderen Land ist die Medienordnung der Bundesrepublik durch die Verfassung geprägt - ein Ergebnis nicht zuletzt der Tätigkeit des Bundesverfassungsgerichts: Seine Entscheidungen bestimmten bis ins Detail die Rundfunkgesetze. Zudem musste das Bundesverfassungsgericht das Grundrecht der Freiheit der Rede und der Medien gegen zahlreiche staatliche Eingriffe verteidigen, aber auch beständig an einem Ausgleich zwischen diesen Freiheiten und den Persönlichkeitsrechten Prominenter arbeiten. Unter der Überschrift "Zwischen Bedrohen und Bewahren: Der Staat und die Freiheit der Kommunikation" führen Prof. Wolfgang Hoffmann-Riem und Wolfgang Schulz anhand wichtiger Entscheidungen in die Kommunikationsverfassung ein und präsentieren die Sachverhalte, die den Entscheidungen zugrunde lagen. Der Bundesverfassungsrichter a.D. wird zudem Einblicke geben in die Entscheidungsfindung des höchsten Gerichts.

    Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, LL.M. (geb. 1940) war von 1974 bis 2008 Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Universität Hamburg; von 1979 bis 1999 leitete er - mit kurzer Unterbrechung - das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Er war Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg (1995-1997) und Richter am Bundesverfassungsgericht (1999-2008). Medienrecht ist ein zentrales Thema seiner wissenschaftlichen Arbeit. Seit 2007 vertritt er die Bundesrepublik in der European Commission for Democracy through Law des Europarats (Venedig-Kommission).

    Dr. Wolfgang Schulz (geb. 1963) studierte Rechtswissenschaft und Journalistik und ist Lehrbeauftragter im Wahlschwerpunkt Information und Kommunikation des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Hamburg. Seit Juli 2001 ist er Mitglied im Direktorium des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind u. a. Fragen der rechtlichen Regulierung in Bezug auf Medieninhalte, das Recht neuer Kommunikationsmedien sowie die Rechtsgrundlagen journalistischer Arbeit

    Die Reihe wird veranstaltet von der Initiative "nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg", einem losen Arbeitsverbund verschiedener Hamburger Einrichtungen. Hervorgegangen aus Aktivitäten zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007, will sie mit gemeinsamen Veranstaltungen die Neugier auf Fragen rund um Verstand, Moral, Schrift, Sprache und Kultur wecken.

    An der aktuellen Reihe beteiligen sich:

    Akademie der Wissenschaften in Hamburg
    Bucerius Law School
    Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
    Hamburger Institut für Sozialforschung
    Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung
    Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
    ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

    Veranstaltungsdaten:

    Dienstag, 21. April 2009, 19.00 Uhr
    Bucerius-Law-School, Moot Court, Jungiusstraße 6, Hamburg
    Zwischen Bedrohen und Bewahren: Der Staat und die Freiheit der Kommunikation
    Mit Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Richter des Bundesversfassungsgerichts a.D., und Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut

    Weitere Termine

    Dienstag, 5. Mai 2009, 19.00 Uhr
    Das Grundgesetz und die Freiheit der Kunst - die Geschichte einer Behinderung?
    Mit Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung (Moderation), RA Joachim Kersten, Hamburg,
    Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung

    Dienstag, 19. Mai 2009, 19.00 Uhr
    "Kunst als Ort der Demokratie" oder Eine Verfassung visualisieren
    Mit Jochen Gerz, Konzeptkünstler, Irland, und Prof. Dr. Hermann Pfütze, Soziologe, Berlin

    Die Reihe wird unterstützt von NDR info.

    Kontakt:

    Dr. Annette Wiesheu, Akademie der Wissenschaften in Hamburg
    Tel. 040/42 94 86 69-20, E-Mail: annette.wiesheu@awhamburg.de

    Klaus Weber, Bucerius Law School
    Tel. 040/307 06-127, E-Mail: klaus.weber@law-school.de


    Weitere Informationen:

    http://www.nachgedacht-hamburg.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Recht, Sprache / Literatur
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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