Die meisten Hochschul- und Wissenschaftsmanager/innen landen zufällig in diesem Beruf, für wenige ist es eine Berufung. Präsidentinnen und Rektoren, Institutsdirektorinnen, Dekane, Fakultäts- und Forschungsmanager werden noch zu selten systematisch auf ihre Tätigkeit in dieser Funktion vorbereitet. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und durch welche Instrumente sich Karrieren im Management von deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen besser fördern lassen als bislang? Antworten gibt eine Tagung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMBF) am 16. Juni 2009 in Berlin.
Bei der Veranstaltung werden erste Erkenntnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, welches das CHE Centrum für Hochschulentwicklung gemeinsam mit den europäischen Partnern CHEPS (Center for Higher Education Policy Studies) und ESMU (European Centre for Strategic Management of Universities) durchführt. Ergänzt wird die Tagung durch eine Info-Börse, bei der nationale und internationale Anbieter ihre Fortbildungsmöglichkeiten im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement präsentieren.
Karrierepfade sind auf allen Managementebenen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten noch nicht ausreichend etabliert. Eher entdecken die Wissenschaftsmanager/innen ihr Talent selbst durch "learning by doing". Dabei steigen jedoch die Anforderungen durch den Zugewinn an Autonomie und die Dynamik des internationalen Wettbewerbs und verlangen ein zunehmendes Maß an Professionalisierung zum Nutzen für Lehre und Forschung. Eine Reihe positiver Signale in diese Richtung gibt es bereits: Wissenschaftsmanagement kann inzwischen an deutschen Hochschulen studiert werden; Karrieren von Führungskräften können sich inzwischen durch Wechsel zwischen verschiedenen Hochschulen bzw. zwischen außeruniversitärer Forschung und Universitäten auszeichnen und es gibt hauptamtliche Dekan/innen. Zudem lässt sich feststellen, dass in Deutschland häufiger als noch vor fünf Jahren Instrumente zur Karriereförderung im Wissenschaftsmanagement entwickelt oder eingesetzt werden.
Grund genug, sich einen Überblick über den Status quo in Deutschland zu verschaffen und dabei gleichzeitig "Good Practices" aus dem internationalen Bereich vorzustellen. Denn aus Sicht des BMBF lautet eine weitere zentrale Frage der Tagung: Sind die deutschen Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bei der Förderung von Talenten im Wissenschaftsmanagement gut genug aufgestellt um international bestehen zu können?
Die eintägige Veranstaltung unter dem Titel "Instrumente zur Karriereförderung im Wissenschaftsmanagement - nationale und internationale Modelle"
findet am 16. Juni 2009 im Ernst-Reuter-Haus in Berlin statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 90€. Die Ergebnisse der Tagung fließen in den Schlussbericht des Forschungsprojekts von CHE, CHEPS und ESMU ein, welcher im Auftrag des BMBF erstellt wird und im Herbst 2009 erscheinen soll.
Für Rückfragen:
Dr. Sigrun Nickel
Tel.: 05241-9761-23
http://www.che-concept.de/BMBFKonferenz
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftliche Tagungen, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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