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17.04.2009 12:11

Neuartige Behandlungsmöglichkeit von Gefäßverschlüssen mit beschichtetem Ballon

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. bis 18.4.2009, Mannheim

    Mannheim, Freitag, 17. April 2009 - Eine neuartige Behandlungsmethode ermöglicht künftig eine noch wirksamere Therapie von verengten Herzkranzgefäßen. In einer Forschungskooperation von Prof. Dr. Ulrich Speck (Charité, Berlin) und Prof. Dr. Bruno Scheller (Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar) wurde ein Medikament-freisetzender Ballonkatheter (Drug-Eluting Balloon - DEB) entwickelt. Das berichteten die Wissenschaftler heute bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

    Von 16. bis 18. April 2009 findet in Mannheim die DGK-Jahrestagung statt, zu der mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.

    Die Entwicklung von DEB beruht auf der überraschenden Entdeckung, dass keine lang anhaltende Arzneimittelfreisetzung nötig ist, um eine Wiederverengung eines Gefäßes (Restenose) langfristig zu verhindern. Im Rahmen der Forschungsarbeiten wurde ein Verfahren entwickelt, um einen Ballonkatheter mit dem Wirkstoff Paclitaxel in einer speziellen Matrix zu beschichten. "Die Wirksamkeit solcher Ballons wurde in mehreren klinischen Studien gezeigt", sagte Prof. Scheller bei einer DGK-Pressekonferenz in Mannheim. "Eine Weiterentwicklung hat nun die europäische Zulassung zur Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefäße erhalten."

    Herz-Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in den westlichen Ländern. Angina Pectoris oder der Herzinfarkt sind die typischen Symptome von Verengungen der Herzkranzgefäße, der koronaren Herzkrankheit. Zur Behandlung werden die Gefäße mit Ballonkathetern erweitert und Stents, flexible Metallgeflechte, in die Gefäße eingesetzt. Damit sie sich nach dem Eingriff nicht wieder verengen, können Stents mit Medikamenten beschichtet sein. Ein Nachteil der beschichteten Stents (Drug Eluting Stent, DES) ist, dass auch nach mehreren Monaten auf Grund der Wirkstofffreisetzung keine vollständige Einheilung in das Gefäß erfolgt.

    "Das neue Verfahren mit Medikamenten-beschichteten Ballons verhindert nachweislich die unerwünschte Wiederverengung, auch in bereits vorhandenen Koronarstents. Die Ergebnisse der PEPCAD-Studien bestätigen die Sicherheit und Wirksamkeit des beschichteten Ballonkatheters bei der Behandlung sowohl von erstmals als auch von erneut verengten Gefäßen", so Prof. Scheller. "Trotz der kurzen Einwirkzeit konnte eine im Vergleich zum DES bessere Hemmung der erneuten Wiederverengung gezeigt werden."

    Kontakt:
    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
    Pressestelle
    Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
    Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
    Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
    Roland Bettschart, B&K
    Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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