idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
20.04.2009 11:46

Neues Harding Center for Risk Literacy - Eröffnung am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Hanna Thon Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

    Wie treffe ich Entscheidungen in der modernen, technologischen Welt? Soll ich mich impfen lassen? Ist es sicherer, mit dem Auto oder mit dem Flugzeug zu reisen? Nutzen mir Maßnahmen zur Krebsfrüherkennung, oder schaden sie mir vielleicht?

    Fragen wie diese stehen im Zentrum der Forschung von 6 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, den Direktor des Harding Center for Risk Literacy. Sie werden Studien und Experimente sowie Umfragen in der allgemeinen Bevölkerung durchführen. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, Risiken kompetent und richtig zu beurteilen. Weiterhin wird es Fort- und Weiterbildungen für Ärzte und auch für Journalisten geben. Gigerenzer sagt: "Wir wollen untersuchen, wie sich Menschen in Risikosituationen verhalten. Und wir wünschen uns eine Gesellschaft, die Risiken einzuschätzen und mit ihnen
    zu leben weiß. Mit unserer Arbeit können wir dazu einen Beitrag leisten." Schwerpunkte der Forschung des Harding Center for Risk Literacy werden Gesundheit und Medizin sowie der Bildungssektor sein.

    Ein Beispiel: Als die britische Presse meldete, dass die Einnahme der Antibabypille der 3. Generation das Risiko
    einer Thrombose um 100 % erhöhe, reagierten viele Frauen mit Panik und setzten die Pille ab. Was aber bedeuteten
    diese 100 % wirklich? Das absolute Risiko war von einer auf zwei von jeweils 7.000 Frauen gestiegen. Wären diese
    Zahlen kommuniziert worden, so hätten ungewollte Schwangerschaften, geschätzt knapp 14.000 Abtreibungen und
    Kosten in Höhe von 4 bis 6 Millionen britischen Pfund vermieden werden können.

    Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie zur Eröffnung und/oder Pressekonferenz kommen werden (per E-Mail an voigt@literaturtest.de oder per Fax (030-531 40 70-99)!

    Die Termine:

    Donnerstag, 23. April 2009, 15 Uhr: Eröffnung des Harding Center for Risk Literacy
    Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94, 14195 Berlin
    Mit Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding Center for Risk Literacy, und Dr. Barbara Bludau, Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft
    Podiumsdiskussion zum Thema "Wer will mündige Patienten?"
    Im Anschluss möchten wir Sie gern zu einem Imbiss einladen.

    Dienstag, 21. April 2009, 11 Uhr: Pressekonferenz zur Eröffnung
    Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
    Mit Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding Center for Risk Literacy, und Dr. Wolfgang Gaissmaier, Leitender Wissenschaftler des Harding Center for Risk Literacy

    Prof. Dr. Gerd Gigerenzer ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und Autor zahlreicher Bücher, darunter "Bauchentscheidungen" und "Das Einmaleins der Skepsis", die jeweils zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" (2007 und 2002) gekürt wurden.

    David Harding ist Namensgeber und Mäzen des Harding Center for Risk Literacy. Harding, Investmentbanker und Chef von Winton Capital, wurde auf die Arbeit von Gerd Gigerenzer aufmerksam, nachdem "Das Einmaleins der Skepsis" von der Royal Society zum Science Book des Jahres nominiert worden war. Die Begegnung mit Gigerenzer hat ihn auch dazu angeregt, die Winton-Professur "of the Public Understanding of Risk" der Universität Cambridge, Großbritannien, zu stiften.

    Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 gegründet und widmet sich als interdisziplinäre Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einer gemeinnützigen und unabhängigen
    Forschungsorganisation.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Pressetermine
    Deutsch



    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).