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06.05.2009 14:50

Produktion unter höchster Sicherheit: Multipurpose-Mikroreaktorprozess für die Herstellung und Aufbereitung von Gefahrstoffen

Dr. Stefan Tröster Zentrales Management
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT

    Mikroreaktoren halten seit einigen Jahren erfolgreich Einzug in viele Chemielabore. Bei kontinuierlicher Fahrweise bieten sie mit ihren Kanalstrukturen im sub-Millimeter-Bereich u.a. signifikante Verbesserungen bei Wärme- und Stofftransport und im Zusammenspiel mit kurzen Verweilzeiten Zugang zu hohen Raum/Zeit-Ausbeuten. Diese Effekte lassen sich besonders vorteilhaft bei Prozessen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial nutzen - sei es, um starke Wärmetönungen abzufangen oder um toxische, explosive und anderweitig labile Intermediate und Produkte zu handhaben.

    Am Fraunhofer ICT wurde eine Multipurpose-Anlage entwickelt, die sowohl die
    kontinuierliche Synthese von flüssigen, explosiven Gefahrstoffen als auch deren
    anschließende kontinuierliche Aufarbeitung in relevanten Produktionsmengen
    erlaubt. Herzstück der Anlage sind speziell für hohe Durchsätze entwickelte
    Mikroreaktoren für die Synthese und das Downstream Processing, die dank modularem Anlagenkonzept schnell für die jeweilige Produktionskampagne umgerüstet werden können. Je nach Syntheseprodukt und erforderlichem Durchsatz
    werden die passenden Mikroreaktoren in die Produktionsanlage integriert. Der
    Mikroreaktionsprozess verfügt über umfangreiche Sicherheitsvorrichtungen und
    wird vollständig ferngesteuert und fernüberwacht betrieben.

    Am Fraunhofer ICT wurde der Mikroreaktionsprozess bereits erfolgreich für die
    Produktion mehrerer explosiver Gefahrstoffe eingesetzt; typische Durchsätze liegen im Bereich von einigen 100 Gramm pro Minute. Gegenüber den klassischen
    Produktionsprozessen konnten neben der hohen Prozesssicherheit zum Teil
    drastische Verkürzungen in den Prozesszeiten, Verbesserungen in Produktreinheit
    und -stabilität (u.a. für Pharmaka-Anwendungen) sowie deutliche Einsparungen in
    der Aufarbeitung erzielt werden.

    Auf der ACHEMA 2009 präsentiert Fraunhofer ICT seine neuesten Entwicklungen
    auf dem Gebiet der Mikroreaktionstechnik. Neben Anlagenkonzepten für den
    Labor- bis Produktionsmaßstab werden aktuelle Entwicklungen zur Prozessanalytik
    in Mikroreaktoren und neueste Anwendungen im Bereich der Fein-, Spezialitäten und Polymersynthese vorgestellt.


    Weitere Informationen:

    http://www.ict.fraunhofer.de
    http://www.mikroreaktionstechnik.info


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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