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07.05.2009 10:35

ACHEMA: Gemeinschaftsstand Mikroverfahrenstechnik zeigt Top-Entwicklungen der deutschen Industrie

Wiebke Ehret Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

    Die Mikroverfahrenstechnik gehört für die chemische und die pharmazeutische Industrie zu den wichtigsten Neuentwicklungen der letzten Jahre. Mit mikroverfahrenstechnischen Anlagen können auch geringe Mengen hochgenau prozessiert werden. Weitere Vorteile sind eine höhere Ausbeute und Selektivität, die Verkleinerung des erforderlichen Reaktionsvolumens sowie eine bessere Qualitätskontrolle. Die deutsche Industrie ist auf dem Gebiet der Mikroverfahrenstechnik weltweit führend.

    Auf dem internationalen Ausstellungskongress ACHEMA (11. - 15. Mai) in Frankfurt zeigen vier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte mittelständische Unternehmen den aktuellen Entwicklungsstand dieser Zukunftstechnologie (Halle 6.3, Stand G2-H5).

    Bartels Mikrotechnik: Mikropumpe mp6

    Die neue Mikropumpe mp6 von Bartels Mikrotechnik ist die kleinste automatisiert produzierte Piezomembranpumpe aus Kunststoff. Das Doppelaktorsystem erreicht bei einer Größe von nur 30 x 15 x 3,8 mm³ eine maximale Pumpleistung von 6 ml/min bzw. einen maximalen Gegendruck von 550 mbar mit Wasser. Das leistungsstarke Förderverhalten wird interessierten Kunden anhand verschiedener Applikationsbeispiele auf der Messe demonstriert. "Messebesucher sollten sich persönlich von den weiteren Vorteilen, wie der Gasblasentoleranz und Selbstansaugung überzeugen" rät Produktmanager Severin Dahms. "Aus meinen bisherigen Kenntnissen kundenspezifischer Anforderungen bietet die mp6 Lösungsmöglichkeiten für zahlreiche Anwendungen aus den unterschiedlichsten Branchen."

    Ehrfeld Mikrotechnik BTS GmbH: mikrostrukturierte Hochleistungsreaktoren und Wärmetauscher

    Ehrfeld Mikrotechnik BTS GmbH (EMB), eine Tochterfirma der Bayer Technology Services GmbH, ist ein international führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Mikroreaktionstechnik und bietet Komplettlösungen vom Labor bis zur Produktion an. Das Produktportfolio umfasst neben Komponenten für Labor, Technikum und Produktion auch Ingenieurdienstleistungen. Machbarkeitsstudien und Projektarbeiten in eigenen Laboratorien bieten den Interessenten erste Einblicke in die innovative Technologie.

    Mit dem Modularen Mikroreaktionssystem MMRS verfügt EMB über eine leistungsfähige Toolbox für den Einsatz in Pilotanlagen und für die Kleinproduktion. Dieses effiziente Laborsystem verbindet die Vorteile der Mikroreaktionstechnologie mit hoher Flexibilität und Effektivität. Mit den neuen mikrostrukturierten Hochleistungsreaktoren und Wärmetauschern wird das Produktspektrum nun auch in den industriellen Produktionsbereich erweitert. Diese Apparate sind durch die patentierte Miprowa® - Technik bis hin zu Großreaktoren skalierbar und decken Durchflussbereiche von 10-50.000 L/h ab.

    HNP Mikrosysteme: modulares Dosiersystem für Mikroverfahrenstechnik und Miniplants

    Die Verwendung von empfindlichen oder aggressiven Flüssigkeiten bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, Dosierpräzision und Pulsationsfreiheit von Pumpen macht Mikrozahnringpumpen zum idealen Werkzeug. Mit ihrem für Mikroverfahrenstechnik und Miniplants optimierten Dosiersystem entspricht die HNP Mikrosysteme GmbH dem Wunsch der Anwender nach schnell einsatzbereiten, modularen Fördersystemen.

    Das Dosiersystem umfasst Filter, Mikrozahnringpumpe und Durchflussmesser. Der Einbau von Sensoren für Druck und Temperatur ist vorgesehen. Ein modularer Aufbau erlaubt weite Spielräume bei der Auswahl der einzelnen Komponenten und eine optimale Anpassung an die jeweilige Förderaufgabe. Die Schnittstellen zwischen den Komponenten sind auf minimales Leervolumen und leichte Reinigbarkeit hin optimiert. Dies beugt Materialverlusten beim Umgang mit kostbaren und hochpreisigen Flüssigkeiten vor und ist wichtig in Pharmaanwendungen.

    mikroglas chemtech GmbH: Mikroreaktoren aus Glas für die chemische Synthese

    Die mikroglas chemtech GmbH ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Mikrostrukturierung von Glas. Seit nunmehr zehn Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen Mikroreaktoren aus Glas sowie komplette Labor- und Technikumsanlagen für seine Kunden aus der chemischen Industrie. Die speziellen Eigenschaften des von mikroglas verwendeten Glasmaterials FOTURAN® ermöglichen die Fertigung von feinsten Strukturen im Bereich von wenigen 10 Mikrometern bis zu mehreren Millimetern. Die Möglichkeit der Mikrostrukturierung in Verbindung mit der hohen chemische Beständigkeit und optischen Transparenz des Materials machen es ideal für den Einsatz in der chemischen Synthese.

    Ein Produktschwerpunkt von mikroglas ist die Mikroverfahrenstechnik mit einem breiten Angebot an Standard Mikromischern, Wärmetauschern und Reaktoren, aber auch kundenspezifischen Modulen. Zum Betrieb dieser Module kann der Kunde zwischen verschiedenen Laborsystemen wählen. Angefangen vom mikroSyn EDU System für die Lehre bis zum voll ausgebauten mikroSyn System für die automatisierte mehrstufige Synthese erfüllen diese Systeme die unterschiedlichen Anforderungen vom chemischen Labor bis hin zur Produktion. Dabei verfügen die Systeme über sämtliche Komponenten, die für den Betrieb notwendig sind, wie z. B. Pumpen, Ventile und Sicherheitstechnik sowie die notwendigen Sensoren für die Mess-, Steuer,- und Regeltechnik. Der modulare Aufbau ermöglicht den einfachen Austausch einzelner Bauteile, wodurch eine hohe Flexibilität erreicht werden kann.

    Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Damit die Industrie in Deutschland die Chancen der Mikroverfahrenstechnik im vollen Umfang nutzen kann, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Entwicklung dieser Zukunftstechnologie im Rahmenprogramm "Mikrosysteme 2004 - 2009". Insgesamt 13 Projekte wurden in diesem Förderschwerpunkt gefördert, davon sechs als industrielle Verbundprojekte, sechs Projekte zur Aus- und Weiterbildung in der Mikroverfahrenstechnik sowie ein übergreifendes Projekt der DECHEMA. Die Ergebnisse der Projekte werden am 12. und 13. Mai im Rahmen eines Abschlusskolloquiums auf der ACHEMA präsentiert und diskutiert.

    Um angehende Fachkräfte in der Chemie und Verfahrenstechnik mit der Mikroverfahrenstechnik und ihren Möglichkeiten vertraut zu machen, förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter anderem das Projekt µPr@ktikum. Hier ist eine Ausbildungsanlage entstanden, die den praktischen Umgang mit der Mikroverfahrenstechnik vermittelt. Mit Hilfe einer Web-basierten Mess-, Steuer- und Regelungstechnik kann die Anlage von einem Rechner aus der Ferne über das Internet betrieben und über eine Webcam beobachtet werden. So kann diese Anlage von verschiedenen Hochschulen und Industriebetrieben für die Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Auf der ACHEMA ist die Anlage im Live-Betrieb zu sehen.

    Mehr Informationen:
    Gemeinschaftsstand "Mikroverfahrenstechnik"
    Internationaler Ausstellungskongress ACHEMA
    Halle 6.3, Stand G2-H5
    11. - 15. Mai in Frankfurt


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie, Informationstechnik, Maschinenbau, Umwelt / Ökologie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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