Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat auf ihrem Jahreskongress in Leipzig am 9. Mai an zwei junge Wissenschaftler das DGAI-Forschungsstipendium der Fresenius-Stiftung vergeben. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung teilen sich Dr. med. Michael Adamzik von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Essen, und Dr. med. Rainer Kiefmann von der Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Adamzik präsentierte auf den Wissenschaftlichen Arbeitstagen der DGAI seine Studie "Der Aquaporin-5-Gen Promotor A(-1364)C Polymorphismus beeinflusst die Letalität bei schwerer Sepsis". Er wies bei Patienten mit schwerer Sepsis nach, dass der von seiner Arbeitsgruppe erstmalig identifizierte und molekularbiologisch und funktionell charakterisierte Promotor A(-1364)C Polymorphismus eine signifikante Assoziation mit der Letalität bei schwerer Sepsis aufweist. In Folgestudien will Adamzik die zugrundeliegenden Mechanismen und die daraus zu ziehenden therapeutischen Konsequenzen abklären.
Kiefmann stellte die Arbeit "Alveolen registrieren CO2-Veränderungen und regulieren darüber die Surfactantsekretion" vor. Bei Untersuchungen an isolierten Rattenlungen entdeckte er, dass die für die zelluläre Energieproduktion verantwortlichen Mitochondrien in Epithelzellen der Lungenbläschen abhängig von der alveolären CO2-Konzentration die Surfactantsekretion (Bildung eines oberflächenaktiven Films) steuern und dadurch das Kollabieren von Lungenbläschen verhindern. Diese Reaktionskette ist nach Ansicht von Kiefmann die Ursache von lebensnotwendigen Gegenregulationen der Lunge bei kritischen Gasaustauschstörungen.
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Das Forschungsstipendium der Fresenius-Stiftung wird jährlich von der DGAI ausgeschrieben. Zur Bewerbung sind junge Anästhesisten zugelassen, die noch nicht habilitiert sind. Die eingereichten Arbeiten werden auf den Wissenschaftlichen Arbeitstagen der DGAI vorgestellt und von einer unabhängigen Jury bewertet.
Fotos der Preisträger senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Fresenius SE
Konzern-Kommunikation
Dr. Bernd Ebeling
Tel.:06172 608-2378
Fax: 06172 608-2294
E-Mail: bernd.ebeling@fresenius.com
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Medizin
überregional
Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch

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