Der Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Universität Siegen erhält den Zuschlag für ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Graduiertenkolleg "Bildgebung und -verarbeitung neuer Modalitäten - Multimodale Bild-Akquisition und Analyse für Anwendungen in der Zivilen Sicherheit". Sprecher ist Prof. Dr. Andreas Kolb. Das Graduiertenkolleg hat eine erste Laufzeit von viereinhalb Jahren. Zwölf Doktoranden und ein Post-Doktorand sollen hier forschen. Der Förderumfang beträgt rund 4 Millionen Euro.
Wie kann man das Zusammenspiel von Elektrotechnik und Informatik verfeinern, um zivile Sicher-heitssysteme zu verbessern? Das Graduiertenkolleg "Bildgebung und -verarbeitung neuer Modalitäten - Multimodale Bild-Akquisition und Analyse für Anwendungen in der Zivilen Sicherheit" der Universität Siegen nutzt die Synergie beider Forschungsbereiche, um neue bildgebende Verfahren durch verbesserte Sensorik und Bilddatenverarbeitung zu ermöglichen. Dazu wollen Forscherinnen und Forscher beispielsweise eine wirksamere elektronische Personenerkennung und Szenenüberwachung entwickeln sowie Modelle für die Datensicherheit multimodaler Datenströme im Bereich der zivilen Sicherheit verbessern.
Elektrotechnik und Informatik bilden die technologischen Säulen der modernen Informationsgesellschaft. Die Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen ist ohne ein enges Zusammenwirken beider Disziplinen nicht denkbar. Dies gilt auch und im Besonderen für den Bereich der zivilen Sicherheit. Die große Dynamik in der Entwicklung sowohl aus Sicht der sicherheitstechnischen Anforderungen als auch mit Blick auf die Sensorik erfordert diese Zusammenarbeit und bietet gleichzeitig ein beachtliches wissenschaftliches Synergiepotential.
Der thematische Fokus des Graduiertenkollegs liegt in der integrierten sensor- und informationstechnischen Betrachtung bildgebender Sensorik aus Sicht der zivilen Sicherheit. Auf der Seite der Daten-gewinnung umfasst dies neue bildgebende Verfahren, die den Spektralbereich des sichtbaren Lichtes höher auflösen oder darüber hinausgehen bzw. eine zusätzliche Tiefeninformationen bereitstellen. Diese Sensorik bietet in der Personenerkennung und Biometrie, in der Szenenüberwachung und in der Materialanalyse im Vergleich zur klassischen 2D-Bildgebung gänzlich neuartige Möglichkeiten.
Die gesellschaftlichen und ethischen Aspekte, sowie Fragen des Datenschutzes werden aktiv aufgegriffen und diskutiert. Die Förderung der wissenschaftlichen Selbständigkeit wird durch konkrete strukturelle Maßnahmen unterstützt und manifestiert sich zudem durch eine aus Hochschulmitteln finanzierte, neu einzurichtende Nachwuchsforschergruppe im Kontext des Kollegs.
Insgesamt richtet die DFG 14 neue Graduiertenkollegs ein. Die Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau und unter hervorragenden Bedingungen zu promovieren. Die DFG fördert zurzeit 229 Graduiertenkollegs.
Kontakt:
Universität Siegen
FB Elektrotechnik un Informatik
Prof. Dr. Andreas Kolb
Tel.: 0271 / 740 2404
kolb@informatik.uni-siegen.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Informationstechnik
überregional
Forschungsprojekte, Organisatorisches
Deutsch

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