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13.05.2009 15:00

Ausstellung zeigt dreidimensionale Bilder vom Mars

Dr. Stefanie Beier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz Universität Hannover

    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und Leibniz Universität Hannover präsentieren den "Roten Planeten" ganz nah

    Faszinierende 3D-Bilder vom Mars stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Leibniz Universität Hannover, die vom Montag, 18. Mai, bis Sonntag, 7. Juni 2009, täglich von 9 bis 19 Uhr, im Lichthof der Universität, Welfengarten 1, zu sehen ist. "Das neue Bild vom Nachbarn Mars" präsentiert 3D-Fotos im Großformat und in höchster Auflösung, die von der deutschen High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord der europäischen Raumsonde Mars Express aufgenommen wurden. Zudem liefert die Ausstellung vielfältige Informationen über den Mars, seine Monde und die Erforschung des "Roten Planeten".

    Mehr als eine Million Menschen haben die Ausstellung in Bonn, in München, im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin, in Kyoto, bei der UN in Wien und in New York bislang gesehen. Die Ausstellung ist eine Initiative der Raumfahrt-Agentur des DLR und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Vortragsreihe am Dienstag, 19. Mai, 16 Uhr, am Montag, 25. Mai, 18 Uhr, sowie am Donnerstag, 28. Mai, 17 Uhr, ergänzt die Inhalte. Näheres zu den Vorträgen sowie zu Führungen ist im Internet zu finden unter www.mars.uni-hannover.de.

    Den Besucher erwartet die Präsentation neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, die das Bild vom Mars plastischer als je zuvor werden lassen. Dazu gibt es Informationen rund um den Mars und seine Monde Phobos und Deimos sowie Wissenswertes über die Geschichte der Marserkundung. Themen sind außerdem die Beschreibung der Mission Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Visionen und Ausblicke der Marsforschung.

    Das DLR zeigt die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Photogrammetrie und GeoInformation (IPI), dem Institut für Geologie und dem Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität. Seit mehr als fünf Jahren besteht eine enge fachliche Kooperation bei der Bearbeitung der vom Mars kommenden Bilddaten zwischen den Marsforscherinnen und -forschern am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, den Planetologen der Freien Universität Berlin und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des IPI.

    Mars Express ist eine Raumsonde der europäischen Weltraumorganisation ESA und ist Europas erste eigenständig durchgeführte Mission zu einem anderen Planeten. Seit Weihnachten 2003 umrundet der Mars Express-Orbiter den äußeren Nachbarplaneten der Erde, um neue Erkenntnisse über seine Geologie, Mineralogie und Atmosphäre zu gewinnen. Hauptziele der Mission sind die Suche nach Spuren von Wasser, das in der Frühzeit des Mars in großen Mengen über seine Oberfläche geflossen sein muss, und die globale Kartierung des Planeten hinsichtlich seiner Topographie und Mineralogie. Mars Express befindet sich in seiner dritten Verlängerung; sämtliche Instrumente funktionieren noch einwandfrei. Die ESA entscheidet in diesem Sommer über eine weitere Verlängerung der Mission.

    An Bord der Sonde befindet sich neben anderen Forschungsinstrumenten die deutsche Hochleistungskamera HRSC. Die "High Resolution Stereo Camera" ist das erste Aufnahmesystem, das eine Planetenoberfläche gleichzeitig in hoher Auflösung, in Farbe und dreidimensional abbilden kann. Das Kameraexperiment HRSC auf der europäischen Marssonde wird wissenschaftlich vom "Principal Investigator" (PI) Professor Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin, der auch die technische Konzeption der hochauflösenden Stereokamera entworfen hatte, angeführt. Das von ihm geleitete HRSC-Wissenschaftsteam besteht aus 45 Forscherinnen und Forschern - den Co-Investigatoren (CoI) - aus 32 Institutionen und zehn Nationen. Darunter befindet sich mit Professor Christian Heipke als HRSC CoI auch der Direktor des IPI. Das Institut gehört zum Ingenieurstudiengang "Geodäsie und Geoinformatik", in dem neben der Vermessung und Kartographie zunehmend hochgenaue Verfahren der Industrievermessung, Fahrzeugnavigation, Erdbeobachtung und Beiträge zur globalen Klimaforschung, aber auch Immobilienwirtschaft und nachhaltige Landnutzung thematisiert werden.

    Hinweis an die Redaktion:
    Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Ralph Schmidt vom Institut für Photogrammetrie und GeoInformation unter Telefon +49 511 762-2484 oder per E-Mail unter schmidt@ipi.uni-hannover.de gern zur Verfügung.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Chemie, Geowissenschaften, Informationstechnik, Physik / Astronomie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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