Wissenschaftsministerium fördert das Projekt "Salomo"
Informatiker der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Rechtswissenschaftler der Universität Mannheim arbeiten an einer Verbesserung der Software-Entwicklungsverträge zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fördert das Projekt "Salomo" mit rund einer Million Euro.
Für KMU in der Hochtechnologie ist die Entwicklung von Software - zum Beispiel für hochempfindliche Steuerungsgeräte - in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Unternehmen aus der Softwarebranche ein wesentlicher Vorteil für die Wettbewerbsfähigkeit. Das Problem ist jedoch, dass die Anbahnung von Partnerschaften langwierig und der Ausgang von Software-Entwicklungsverträgen unsicher sind - in Deutschland werden weniger als 50 Prozent aller Software-Entwicklungsverträge erfolgreich abgeschlossen.
Der Lehrstuhl für Softwaretechnik der Universität Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Podelski und der Lehrstuhl für Geistiges Eigentum der Universität Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr. Louis Pahlow arbeiten gemeinsam an einer Lösung des Problems. "Vertrauen ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft. Ein guter Vertrag und Rechtssicherheit schaffen Vertrauen", erklärt Pahlow. Ein Ziel des Forschungsprojekts sind vorformulierte Musterverträge. Sie werden als Kernstück ein juristisches Novum enthalten: Die Vertragspartner einigen sich auf einen "elektronischen Schiedsrichter". Die Überprüfung von Anforderungen an die Software wird damit nicht wie bislang üblich durch bloßen Augenschein vorgenommen, sondern durch ein vollautomatisches, innovatives Verfahren. "Ein in KMU einsetzbares Verfahren, dass zum Beispiel eine Steuerungs-Software überprüft, ist der Erfolg einer langjährigen internationalen Informatik-Forschung", sagt Podelski. "Wir kommen dadurch dem Heiligen Gral der Informatik nahe: der Überprüfung von Software durch Software!"
Um die Tragweite des Forschungsprojekts "Salomo" zu verstehen, muss man sich die neue Situation vor Augen halten: Die automatische Überprüfung von Anforderungen an die Software wird zum festen Bestandteil des Vertrages. Die Abnahme des Produkts wird teilautomatisiert, objektiviert und insgesamt erheblich beschleunigt. Ein wesentlicher Bestandteil der Software-Entwicklungsverträge wird durch diese Vorgehensweise rechtskulturunabhängig und international einsetzbar.
Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Podelski
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Softwaretechnik
Tel.: 0761/203-8241
Fax: 0761/203-8242
E-Mail: podelski@informatik.uni-freiburg.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Informationstechnik
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

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