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14.05.2009 09:54

"Stadt statt Energie": Kongress diskutiert Urbanität als Schlüssel zu mehr Energieeffizienz

Mag. Alice Senarclens de Grancy Büro des Rektorates - Medienarbeit
Technische Universität Graz

    Energie wird knapp, die "Erfindung" neuer Energieressourcen gestaltet sich zeitintensiv und teuer. Deswegen ist die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen ein Gebot der Stunde. Dies bedeutet aber nicht nur "Energie sparen", sondern ein grundsätzliches Umdenken für die zukünftige Stadt- und Siedlungsentwicklung. Dieses Umdenken thematisiert die TU Graz am Mittwoch, den 20. Mai auf einem Kongress, der die Stadt und die Energieeffizienz ihrer Infrastruktur in den Fokus der Energiedebatte stellt. International renommierte Vortragende stellen konkrete Projekte und Strategien vor, die zeigen, wie Planer und Behörden erfolgreich mit der komplexen Thematik umgehen können.

    Ein Häuschen im Grünen, idyllisch und ruhig: Der Traum vieler Städter führte besonders in der Steiermark zu einer ausgeprägten Zersiedelung, in der der Infrastrukturaufwand in keinem Verhältnis mehr zur geringen Bevölkerungsdichte steht. Im Sinne einer bestmöglichen Nutzung vorhandener Energiequellen liegt auch die Bedeutung einer effizienten Raum- und Siedelungsstruktur, wie man sie in städtischen Umgebungen kennt, auf der Hand. Stadt spart also Energie. Die Konsequenz: Rückbau von Zersiedelungen und die Verdichtung von Städten nach innen, um Ressourcen wie Straßen, Versorgungs- und Energienetze besser zu nützen. "Das heißt aber nicht, dass die zersiedelten Gebiete verschwinden, sondern in eine effizientere Form übergehen", so Urs Hirschberg, Dekan der Architekturfakultät der TU Graz. Wie genau diese neuen urban-landschaftlichen Siedlungsformen ausschauen werden und welche Strukturen aus dem Alten neu entstehen können, wird der Kongress "Stadt statt Energie" in den ersten beiden Themenblöcken beleuchten.

    Gebäude als Energiesparfaktor

    Energiesparhäuser sind zwar keine Seltenheit mehr, und Gebäudeenergiespartechniken sind auch weitgehend bekannt und erprobt. Das Kardinalsproblem liegt aber in der weltweiten Anwendung und Umsetzung dieser Energiespartechniken. "Um größtmögliche Effizienz zu erzielen, dürfen Bauwerke außerdem nicht länger als "isolierte" Objekte verstanden werden, sondern als Teil eines konkreten städtebaulichen Kontexts", so Hirschberg. Der dritte Kongressabschnitt diskutiert notwendige politische Voraussetzungen, geeignete Marketingmaßnahmen und Fördermittel, die den Weg hin zu flächendeckend energieeffizienteren Gebäudestrukturen ebnen können.

    Der Kongress wird von den Fakultäten für Architektur und Bauingenieurswissenschaften in Kooperation mit dem Immobilienentwicklungsunternehmen "Asset One" durchgeführt. In den drei thematischen Blöcken mit Vorträgen von insgesamt neun Referenten und anschließenden Diskussionen kommen neben den geladenen Experten auch die Konferenzteilnehmer zu Wort: Sie können mit eigenen, zuvor bekannt gegebenen Kurzreferaten zur Diskussion beitragen.

    Kongress "Stadt statt Energie"
    Zeit: Mittwoch, 20. Mai 2009, 8:30 - 18:30 Uhr
    Ort: Das Loft Graz-Reininghaus, Reininghausstraße 11a, 8020 Graz

    Anmeldeformular und Informationen unter:
    http://www.isv.tugraz.at/stadt2009

    Rückfragen:
    Univ.-Prof. Dr. Urs Hirschberg
    Dekan der Fakultät für Architektur
    Email: hirschberg@tugraz.at
    Tel.: +43 (316) 873 - 4728


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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