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18.05.2009 15:12

Von der Chirurgenwerkstatt zum High-Tech-OP: Der Operationssaal der Zukunft

Dr. Ellen Katz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen

    Live-Schaltung aus dem "Innovations-OP" des Universitätsklinikums Tübingen auf dem TopClinica-Kongress "Medizin braucht Zukunft" am 25. Juni 2009

    Trotz der enormen Anforderungen, die heute an die Chirurgie gestellt werden, sind die Strukturen im OP seit 150 Jahren erstaunlich konstant geblieben. Erst in jüngster Zeit kommt Bewegung in die Organisation und die Prozesskette im Operationssaal. Während einer Live-Schaltung aus Tübingen wird am 25. Juni 2009 der Direktor der Universitätsfrauenklinik, Prof. Diethelm Wallwiener, einen der modernsten OP-Säle Europas auf dem TopClinica-Kongress "Medizin braucht Zukunft" in der Neuen Messe Stuttgart vorstellen.

    Der Fortschritt der Medizin bringt es mit sich, dass Operationen heute einen ungemein großen technischen Aufwand erfordern. In OP-Sälen steht meist eine Vielzahl von Geräten verschiedenster Hersteller. Ihre Bedienung ist kompliziert und benötigt viel Zeit. Zeit, die der Patient in der Narkose mit all ihren Risiken verbringen muss. Dass es im Zeitalter der Digitalisierung auch anders geht, beweist der "OP der Zukunft", auch OR1TM genannt, den die Firma Karl Storz zusammen mit den Tübinger Gynäkologen als Referenz-OP geplant und mit dem modernsten Equipment ausgestattet hat.

    Sven Becker, Oberarzt an der Tübinger Frauenklinik, ist begeistert von dem neuen Operationsraumkonzept: "Ein wesentlicher Vorteil ist die Zeitersparnis. Ein Computersystem vernetzt alle Apparate miteinander, sodass wir keine Probleme mit den Schnittstellen mehr haben. Bedienen können wir die Geräte über einen Touchscreen oder, wenn keine Hand frei ist, auch über die Sprachsteuerung. Das beschleunigt die Arbeitsabläufe und verringert das Risiko möglicher Fehlbedienungen während der Operation".

    In diesem Operationssaal gibt es keine Stolperfallen aus Kabeln, kein Gerät berührt den Boden. Das ganze Team hat genügend Bewegungsfreiheit. Den OP-Tisch umkreisen neben den Spezialleuchten eine Reihe von Flachbildschirmen, die an der Decke aufgehängt sind. "Wir arbeiten mit der modernsten Audio- und Videotechnologie und können damit die gesamte Operation aus unterschiedlichen Kameraperspektiven aufzeichnen", so Becker, "das ermöglicht uns die Ausstrahlung in den Hörsaal nach nebenan oder ans Ende der Welt." Oder eben nach Stuttgart, wo Becker während der Direktübertragung die Operation seines Chefs kommentieren wird.

    Der OP vom Preistreiber zum Profitcenter

    Der OP ist der teuerste Arbeitsplatz im Krankenhaus. Wie man ihn vom Preistreiber zum Profitcenter umwandelt, wird der Leiter des Tübinger Zentral-OP's, Heinz Guggenberger, zeigen. Er vermietet die Operationssäle an die Chirurgen des Universitätsklinikums und sorgt damit für eine optimale Auslastung. Für Ärzte geht mit der Einführung eines straffen OP-Managements auch ein kultureller Wandel einher: Bei standardisierten Abläufen sind sie nicht mehr der alleinige Chef und der Künstler am Skalpell, sondern der Verantwortliche für einen Schritt im Gesamtprozess.

    Über den Top-Clinica-Kongress "Medizin braucht Zukunft"

    Auf dem interdisziplinären TopClinica-Kongress "Medizin braucht Zukunft" referieren vom 24. bis 26. Juni 2009 in der Neuen Messe Stuttgart Spezialisten aus Wissenschaft und Praxis, aus Medizin und Industrie vor Entscheidungsträgern aus Kliniken und der Gesundheitspolitik über die spannendsten Themen, die es zurzeit im "System Klinik" gibt: Von der innovativen Bildgebung über Operationen ohne Schnitte, Navigationssysteme und Elektronische Implantate bis zu individualisierten Therapien und dem Ersatz von Organen und Geweben. Von der Prozessoptimierung im Krankenhaus und im Operationssaal über Fast-Track-Chirurgie und Fragen der Hygiene bis zur Telemedizin und der Globalisierung im Gesundheitsmarkt.

    Medienvertreter sind dazu herzlich eingeladen. Das gesamte Kongressprogramm, weitere Informationen zur Anmeldung, Texte und Pressefotos finden Sie im Internet unter http://www.topclinica.de.

    Ansprechpartner für die Presse:

    Dr. Erentraud Hömberg
    Kongressleitung "Medizin braucht Zukunft"
    Tel.: +49-89 (0)89 81 17 97 67
    Fax: +49-89 (0)89 81 17 97 69
    E-Mail: hoemberg@klinik-kommunikation.de

    Gerd Fleischer
    Pressesprecher Landesmesse Stuttgart
    Messepiazza 1
    70629 Stuttgart
    Tel.: +49-(0)711 18 560-23 83
    Fax: +49 (0)711 18 560-23 05
    E-Mail: gerd.fleischer@messe-stuttgart.de


    Weitere Informationen:

    http://www.topclinica.de


    Bilder

    Direktübertragung aus dem OP der Universitäts-Frauenklinik Tübingen
    Direktübertragung aus dem OP der Universitäts-Frauenklinik Tübingen
    Quelle: UKT


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Direktübertragung aus dem OP der Universitäts-Frauenklinik Tübingen


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